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Von (ina)  |  14.10.2008  | Netzcode: 1568630
Amberg

Rechte ködern Ahnungslose

Vortrag im Jugendzentrum über Extremismus in Bayern - Hohe Dunkelziffer

Amberg. (ina) Der Andrang war viel größer als erwartet und so mussten die Veranstalter im Jugendzentrum kurzfristig Getränkekästen zu Stühlen umfunktionieren. Schließlich ging es laut Diplom-Sozialpädagogen Martin Windisch um ein Thema, bei dem niemand wegschauen sollte: Rechtsextremismus.

Rund 50 Besucher drängten sich am Samstag in das JuZ, um den Vortag des Diplom-Sozialpädagogen Martin Windisch von der Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus zu hören. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Pädagogin und Mitarbeiterin im "Alten Klärwerk", Claudia Kramer, begann Windisch mit seinen Ausführungen, die so manchen Anwesenden erschreckt haben dürften: 1100 Taten mit rechtsextremen Hintergrund führt der Verfassungsschutzbericht 2007 an, viermal so viel wie im Jahr zuvor. Doch müsse bei dieser Zahl noch bedacht werden, dass die Dunkelziffer viel höher ist: Verbrechen werden nicht bei der Polizei angezeigt oder als "normale" Gewalttaten eingestuft.

Die Erscheinungsformen reichen laut Windisch von den Skinheads, die "eine enge Anbindung an die NPD" haben, den Neonazi-Kameradschaften mit rund 400 Aktivisten bis hin zu den Autonomen Nationalisten, die als "linker Flügel" der Szene auftreten, jedoch an antisemitischem Habitus den anderen Rechtsextremen in nichts nachstehen.

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