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Von (ll)  |  14.10.2008  | Netzcode: 1568618
Amberg

Kinder kriegen die anderen

Anteil der Amberger an Geburten im Klinikum geht zurück - Sterbeüberschuss wächst

Amberg. (ll) Die Anzahl der Geburten in Amberg (also vor allem im Klinikum) erreichte 2007 einen Höchststand. Der Anteil, den die Amberger selbst daran haben, ist aber nicht rekordverdächtig, eher unterdurchschnittlich. Das zeigen die jetzt vom Statistischen Landesamt veröffentlichten Zahlen: 325 kleine Amberger erblickten im vergangenen Jahr das Licht der Welt.

Das sind zwar 13 mehr als noch 2006, aber deutlich weniger als rund ums Jahr 2000, als sich diese Zahl häufig der 400er-Grenze annäherte. Selbst 2005 lag sie noch bei 382. Rein zahlenmäßig ist also kein positiver Effekt des Elterngeldes festzustellen.

Von den 325 Neubürgern in Windeln wurden 311 in Amberg selbst geboren, das leistet zum Rekord von 1120 Geburten in der Stadt (davon 1090 im Klinikum) einen Beitrag von 27,77 Prozent. Diese Quote ist neuer Tiefststand. Im Zehnjahresvergleich gingen bis 2003 stets ein Drittel oder mehr der Geburten in Amberg auf Einwohner der Stadt zurück. Jetzt ist es nur mehr ein gutes Viertel.

Statistischer Ausreißer 2004



Gestorben sind im vergangenen Jahr genau 501 Amberger Bürger. Das liegt so in etwa im Durchschnitt der letzten zehn Jahre, bedeutet aber in der Gegenüberstellung den zweithöchsten Sterbeüberschuss in der Stadt: 176. Lediglich im Jahr 2004, als die Zahl der Sterbefälle auf 612 nach oben schoss (ein einmaliger statistischer Ausreißer), lag er darüber, da aber gleich ganz enorm - bei 288. Im Durchschnitt seit 1998 beträgt das Übergewicht der Sterbefälle gegenüber den Neugeborenen 139,2. Für die Bevölkerungsbewegung in Amberg ist daneben die Zahl der Zu- und Wegzüge ausschlaggebend. Zuzüge hatte die Stadt zuletzt immer weniger zu verzeichnen: Zwischen 2004 und 2007 sanken sie von 2341 pro Jahr auf 2156. Für die Wegzüge gibt es keine solche einheitliche Tendenz. Sie lag im Durchschnitt der vergangenen vier Jahre bei 2167 mit einem Höhepunkt von 2239 im Jahr 2006. Dadurch verwandelten sich die Wanderungsgewinne aus den Vorjahren 2006 in einen Verlust von 64. Im Jahr 2007 hielten sich Zu- und Wegzüge dann die Waage.

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