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Von (dpa)  |  14.10.2008  | Netzcode: 1568576
Fuji

"Lewis ein bisschen zu heiß"

Formel-1-Ass Hamilton drauf und dran, die WM schon wieder zu verlieren

Fuji. (dpa) Einige rieben sich die Hände, andere schüttelten den Kopf, in Schutz nahmen ihn nur wenige: Asphalt-Heißsporn Lewis Hamilton hat durch seine Start-Attacke von Japan die Kritik an seinem Fahrstil noch lauter werden lassen.

Die Zweifel wachsen, ob der Formel-1-Meisterschüler aus seinen Fehlern im vergangen Jahr wirklich gelernt hat und das Klassenziel diesmal erreicht. Viel Zeit, um seine vom Titelkampf strapazierten Nerven zu beruhigen, hat Hamilton indes nicht. Schon am Sonntag kann er in Shanghai trotz allem vorzeitig Weltmeister werden - aber auch seine WM-Führung einbüßen. "Er muss jetzt mal ein bisschen Ruhe haben", forderte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug: "Lewis war vielleicht ein bisschen zu heiß."

Hamilton polarisiert die Formel 1. Nicht der rüde Rempler von WM- Verfolger Felipe Massa, der Hamilton eine Top-Platzierung nach Pole Position kostete, erhitzte am Fuße des Fuji-Vulkans die Gemüter, sondern Hamiltons Attacke gegen "Iceman" Kimi Räikkönen gleich nach dem Start. "Als die roten Lichter ausgingen, vernebelte sich sein Gehirn", spottete sogar das englische Boulevard-Blatt "Daily Express". "Es war einfach ein zu großes Risiko", gab Hamilton zu. Sein Vorsprung im Klassement schmolz auf fünf Punkte, nachdem Massa (79) nachträglich noch Siebter beim packenden Großen Preis von Japan geworden war.

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