Grafenwöhr
"Katholisches" Gemüse
"Bohnen-Bild" ähnelt von zwei Engeln getragener Monstranz
Grafenwöhr. Im Erntedankschmuck der Friedenskirche befanden sich auch "Monstranzbohnen". Bei "Phaseolus vulgaris", so der botanische Name, handelt es sich um weiße Bohnen mit einem schwarzen "Bild".
Zum Zeichen aber, dass der Herr noch unter der Erde weilte, trugen die Bohnen, die auf diesem Acker wuchsen, lange Jahre das Bild einer Monstranz mit zwei Engeln, die zur Seite schwebten. Noch 1937 wurden beim "Martele" in Milland solche "Monstranzfisolen" gezeigt.
Anton von Perger berichtet in seinem Buch "Deutsche Pflanzensagen" (Halle 1980, Nachdruck von 1864, S. 207): Auf einem Acker bei Brixen wachsen die so genannten "Monstranzfisolen", deren Keimling eine Monstranz darstellt, welche von zwei Engeln getragen wird. Dies stammt daher, dass einst eine Monstranz von den Feinden geraubt und in diesem Acker vergraben wurde, ohne dass man sie wieder zu finden vermochte.
Dass die "Monstranzbohnen" auch in der nördlichen Oberpfalz bekannt sind, wusste Pfarrer Bernhard Müller. Er kennt die Bohnensorte von einer Tante, die diese angebaut hat.
Wie die "Monstranzbohnen" nach Grafenwöhr zur Autorin dieses Artikels gekommen sind? Mit Hilfe einer Cousine, die am Bodensee wohnt und die "Monstranzbohnen" im Garten hat.
Kommentare
Ihre Kommentare werden veröffentlicht in Kooperation mit der best webnews GmbH, Köln.



versenden
drucken
Leserbrief
kommentieren

































