13.10.2008  | Netzcode: 1568556
Windischeschenbach

P®ost aufs Patentamt

Zoigl-Kommunbrauer wehren sich gegen Trittbrettfahrer

Wirtesprecher Reinhard Fütterer und seinen Kommunbrauerkollegen reicht es: "Ich bin's leid, die Leute anzurufen und zu sagen, so geht es nicht." Immer öfter hätten sich in jüngster Zeit Wirte aus den Kreisen Neustadt/WN und Tirschenreuth am Logo der Zoiglbrauer vergriffen. "Das kostet künftig 900 Euro", sagt Fütterer, der den Neuhauser Schafferhof bewirtschaftet.

Die Kommunbrauer aus Mitterteich, Falkenberg, Windischeschenbach, Neuhaus und Eslarn haben deshalb einen Patentanwalt aus München eingeschaltet. Die Sache war ihnen rund 2500 Euro wert. Hintergrund ist, dass vielerorts "Zoiglstuben" entstehen, die "Zoiglbier" anbieten, das mit Geschichte und Kultur des Biers, die bis ins Mittelalter zurückreichen, nichts zu tun haben.

Die traditionsbewussten Kommunbrauer haben sich daher unter der Wortbildmarke "Echter Zoigl vom Kommunbrauer" zusammengetan. Seit 6. Juli 2005 ist dieses Markenzeichen beim Deutschen Patent- und Markenamt in München eingetragen. Merkmal dieses Logos ist das große "Z", das als sechszackiger Stern in das Wort "Zoigl" übergeht.

Das war nicht billig. Umso ärgerlicher ist es für die Initiatoren, dass es in Zeitungen oder Prospekten zu Nachahmungen kam. Trittbrettfahrer haben den Slogan "Echter Zoigl vom Kommunbrauer" leicht abgeändert übernommen und den Zoiglstern in ähnlicher Weise graphisch mit anderen Worten verbunden. Nach Auskunft des Patentanwalts werden solche Markenverletzungen mit einer Geldbuße geahndet. Die Markeninhaber "Echter Zoigl vom Kommunbrauer" werden künftig bei allen Veröffentlichungen das ® hinter ihr Logo stellen. Das heißt "Registered Trademark" und zeigt ein geschütztes Warenzeichen an.


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