Neustadt/WN
"So geht's nicht, Leute"
Kritik an Busunternehmen im Jugendausschuss - Zu viele Stehplätze für Schüler
ÖDP-Kreisrätin Dr. Barbara Kindl berichtete, dass mittags die Busse von Weiden nach Vohenstrauß so überfüllt sind, dass nicht alle Kinder befördert werden können. "Es fahren zwar bis zu drei Linien, trotzdem ist es einem Schüler am Schlörplatz bereits zwei Mal passiert, dass alle Busse voll waren." Die Fahrer hätten gesagt, er solle doch den nächsten Bus nehmen. Der ging dann aber erst eine Stunde später.
Bereits vor der Sitzungs-Sommerpause hatte die ÖDP im Kreistag einen Antrag gestellt, die Busbeförderung der Schulkinder überprüfen zu lassen. Landrat Simon Wittmann erklärte, der Landkreis müsse 90 Prozent des Schülertransports über den Nahverkehr abwickeln. "Dort ist eine relativ hohe Anzahl von Stehplätzen vorgesehen. Wenn diese nicht überschritten wird, können wir nichts machen." Um Abhilfe zu schaffen, müsste zunächst das Personenbeförderungsgesetz geändert werden. Wittmann versprach aber, dem Platzproblem in den Vohenstraußer Bussen nachzugehen. "In letzter Zeit sind bei mir keine Klagen eingegangen, sonst hätte ich schon jemanden rausgeschickt", sagte er. Gerade am Schuljahresanfang sei er ohnehin täglich in Kontakt mit den Busunternehmen. "Es ist gut, wenn die merken, dass sich jemand drum kümmert", meinte Kindl. "Und klarmacht: ,So geht's nicht, Leute.'"
"Das schizophrene an der Situation ist ja auch, dass im Auto Gurtpflicht besteht, unsere Kinder aber ungesichert durch die Gegend geschaukelt werden", sagte SPD-Kreisrat Fritz Betzl. Georg Stahl (CSU), hatte sich mit dem Thema bereits befasst und verwies auf die Zuständigkeit des Bundes. "Die Busbeförderung ist eingebettet in eine Bundesrahmengesetzgebung. Die Länder könnten aber im Bundesrat aktiv werden."
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