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Königstein
Bei Kinderwunsch Storch gefüttert
Königsteiner Wirtshausgespräch zum Thema "Wie's früher war" - Viele Erzählungen
Königstein. (hdk) "Wie's früher war", so lautete das Motto des Wirtshausgespräches beim "Haberer" in Königstein, das den Abschluss des 650-jährigen Jubiläums der Marktgemeinde bildete. Die Kreisheimatpfleger Dieter Dörner und Martha Pruy sowie Manfred Lehner von der Volkshochschule wünschten sich, dass möglichst viele ältere Einheimische kommen und aus alten Zeiten erzählen sollten. Tatsächlich kamen so viele Bürger, dass in der Wirtsstube kein Platz mehr frei war.
Dieter Dörner forderte die Besucher auf: "Erzählen Sie uns, was Sie noch vom alten Brauchtum wissen." Drei Themen sollten besprochen werden, nämlich Geburt bzw. Taufe, Hochzeit und Tod.
Viele Bilder gezeigt
Ortsheimatpfleger Horst Pirner übernahm dazu gekonnt die Moderation. Seit vielen Jahren sammelt er Bilder und Erzählungen aus Königstein und ist somit der beste Kenner der Ortsgeschichte. Er zeigte zur Einstimmung viele alte Bilder aus Königstein und Umgebung und entzündete damit rege Diskussionen. Beim Thema Geburt erzählten die Königsteiner, dass schwangere Frauen nicht ins Feuer schauen durften, da sonst die Kinder ein Feuermal oder rote Haare bekämen. Kinder kamen vom Storch, dem man bei Kinderwunsch nur ein Würfelchen Zucker aufs Fensterbrett legen musste. Wilfried Langer, dessen Großmutter viele Jahrzehnte Hebamme war, konnte vieles über deren Erlebnisse erzählen. Sie betreute den großen Bezirk von Hannesreuth über Holnstein bis nach Achtel und musste im Winter bei Schnee und Eis diese langen Wege zu den Wöchnerinnen zu Fuß gehen. Sie trug auch die Kinder in Begleitung des Vaters und des Paten zur Taufe.
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