Bischof Müller feiert mit Ursulapoppenrichtern 200-Jähriges ihrer Pfarrei
Seit genau 200 Jahren gibt es die Pfarrei Ursulapoppenricht - mit Fug und Recht Anlass für ein großes Fest. Und Bischof Gerhard Ludwig Müller feierte mit.
Der Kirchenzug, angeführt von der Gebenbacher Blaskapelle, holte den Diözesanbischof am Pfarrhaus ab und geleitete ihn zur Kirche. Dort empfingen die Kindergartenkinder den hohen Gast mit Gesang und Gedichten. Der Bischof freute sich sehr darüber und segnete alle am Kirchplatz anwesenden Kinder persönlich.
Den Pontifikalgottesdienst, den Pfarrer Dr. Josef zusammen mit Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller zelebrierte, umrahmten gesanglich und musikalisch der Kirchenchor Ursulapoppenricht unter Leitung von Ludwig Wendl und der Männergesangverein unter Leitung von Helmut Zintl. Sie wurden an der Orgel begleitet von Monika Peter.
Bischof Gerhard Ludwig Müller sprach in seiner Festpredigt über die Wichtigkeit des einzelnen Menschen und seinen Platz in der Gemeinschaft der Gläubigen. Neben der Geschichte aus dem Matthäus-Evangelium von der königlichen Hochzeit, zu der viele geladen waren, aber nur Auserwählte kamen, brachte der Bischof auch Erinnerungen aus seinem eigenen Leben mit ein. Auch blickte er zurück in die Epoche von Napoleon und Zar Alexander I., also um 1808, die Zeit der Neugründung der Pfarrei St. Ursula.
Von (pm) |
13.10.2008
| Netzcode: 1567261
Ursulapoppenricht
Gottes Liebe gibt Sicherheit
Bischof Müller feiert mit Ursulapoppenrichtern 200-Jähriges ihrer Pfarrei
Damals, als die Kirche darniedergelegen sei, sei die Liebe Gottes und der Glaube der Menschen, bei Gott mehr Sicherheit zu finden als bei weltlichen Machthabern, der Garant für das Wiedererstarken der Kirche gewesen, betonte der Bischof. "Diese Orientierung der Menschen an Jesus Christus, an der Liebe Gottes sollte auch in unserer Zeit ein Pfeiler für Sicherheit und Zuverlässigkeit sein", meinte er. Denn Egoismus und Unbeständigkeit seien keine Eckpfeiler für einen Menschen oder ein Land. Auf alle Unsicherheit und Angst gebe es nur eine Antwort, für alle Probleme nur eine Lösung: "Auf Gott setzen und auf Jesus Christus." Nach dem Festgottesdienst meinte in seinem Grußwort auch Dekan Walter Hellauer, dass die Liebe Gottes die Menschen in die Kirche rufe und die Pfarrei Ursulapoppenricht ein Beispiel sei für diesen Weg zur Kirche.
Dann trug sich der Bischof nochmals in das Goldene Buch der Marktgemeinde Hahnbach ein, um auch seinen zweiten Besuch innerhalb von zwei Wochen "aktenkundig" zu machen. Pfarrgemeinderatssprecherin Petra Stauber lud in Versform zur weltlichen Feier und zum Essen ein. Mit einem Besuch der Mausbergkirche, mit einem Tanz der Kindergartenkinder und dem Gesang des Familiengottesdienst-Teams endete der offizielle Teil der Jubiläumsfeier.
Der gemütliche Teil dauerte dann bei Kaffee und Kuchen oder einem Glaserl Wein dank der doch noch zum Fest erschienenen Sonne etwas länger. Kirchenpfleger Helmut Janner führte sehr kompetent durch die Kirche St. Ursula und deren Umfeld.
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