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Von (gfr)  |  13.10.2008  | Netzcode: 1567257
Amberg-Sulzbach

Ein Christbaum für den Papst

Wilhelm Meier macht aus solchen Visionen Wirklichkeit - Mit Verdienstmedaille ausgezeichnet

Amberg-Sulzbach. (gfr) Die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichte Landrat Richard Reisinger am Freitag an Wilhelm Meier aus Schnaittenbach. Sie setze ein Zeichen für ehrenamtliches Engagement, betonte Schnaittenbachs Bürgermeister Sepp Reindl. Meier habe diese Auszeichnung verdient, zähle er doch zu den wenigen Bürgern, "die Visionen haben und denen es auch gelingt, diese Vorstellungen mit viel Energie in Taten umzusetzen".

Reisinger betonte, dass Meier sich schon in seiner Jugendzeit für das Gemeinwohl einsetzte. Als Oberministrant, bei den Pfadfindern und in der Gewerkschaftsjugend übernahm er frühzeitig Verantwortung an führender Position, später dann auch in der SPD als Stadtrat und Vorsitzender des SPD-Ortsvereins.

Meier sei gesellschaftlich engagiert, so im Schützen-, Sport- und Trachtenverein, Siedlerbund, den Geflügelzüchtern, der Soldatenkameradschaft sowie in der Pfarrgemeinde. Seine große Leidenschaft, so der Landrat, gelte dem Obst- und Gartenbauverein, dessen Vorsitzender Meier seit 1976 ist. Ihm sei es zu verdanken, dass 1994 im Hinterhof des ehemaligen Rathauses ein Kräutergarten angelegt wurde, der mittlerweile überregionale Bedeutung genieße und ein touristisches Kleinod sei. Auf 2000 Quadratmetern könnten unzählige Kräuter, Gewürz- und Heilpflanzen sowie Gewächse aus Afrika, Asien und Südamerika bestaunt werden.

Den jüngsten Höhepunkt leistete sich Wilhelm Meier als Mitglied des Arbeitskreises Heimat und Kultur der Kommunen Schnaittenbach, Hirschau und Freudenberg mit der Idee, einen Weihnachtsbaum für Papst Benedikt zu liefern, und tatsächlich, so Reisinger, sei es gelungen, im Vatikan Gehör zu finden. Wahrscheinlich wird im Jahr 2012 ein mindestens 30 Meter hoher Christbaum aus dem Landkreis auf dem Petersplatz in Rom aufgestellt. Reisinger unterstrich, dass sich Meier in uneigennütziger Weise um seine Heimat verdient gemacht habe. Mit seiner ehrenamtliche Tätigkeit habe er sich auch große Verdienste um das kulturelle Leben in der Region erworben.

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