Unfall, Strafe und null Punkte für Hamilton - Alonso siegt in Japan vor Kubica und Räikkönen
Fuji. (dpa) Unfall, Strafe und null Punkte: Ein Crash mit WM-Verfolger Felipe Massa und ein waghalsiges Start-Manöver haben Lewis Hamilton im dramatischen drittletzten Lauf der Formel-1-Saison jäh aus der Erfolgsspur geworfen.
Während Sieger Fernando Alonso am Sonntag beim Großen Preis von Japan erneut die Gunst der Stunde nutzte und BMW-Sauber-Pilot Robert Kubica als Zweiter seine Mini- Chance auf den Titel wahrte, ging Hamilton als Zwölfter leer aus. Der Vorsprung auf Massa schmolz am Fuße des Fuji-Vulkans auf fünf Punkte, weil der Brasilianer wegen einer nachträglichen Strafe gegen Toro- Rosso-Pilot Sebastien Bourdais auf Rang sieben vorrückte. Wie vor einem Jahr könnte sich Hamilton dennoch in einer Woche in Shanghai zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte küren lassen. "Den Tag heute werde ich vergessen und nach vorne schauen", meinte der 23- Jährige, der in China sechs Punkte mehr im Rennen braucht als Massa.
Räikkönen entthront
Frust bei Silber - in Heikki Kovalainen schied der zweite Pilot mit Motorschaden vorzeitig aus - und "eine bittersüße" Bilanz bei Ferrari mit Rang sieben für Massa und Platz drei für den endgültig entthronten Weltmeister Kimi Räikkönen. Freude pur herrschte dagegen bei BMW-Sauber. Kubica (72) verkürzte als Dritter seinen Rückstand auf Hamilton (84) auf zwölf Zähler, Massa liegt mit 79 dazwischen. "Er ist noch bei der Musik und wir haben vergangenes Jahr gesehen, was passieren kann", meinte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. 2007 hatten Hamilton und sein Team in China und Brasilien einen 17-Punkte-Vorsprung noch aus der Hand gegeben. "Alles ist möglich", betonte Kubica selbst.
Von (dpa) |
13.10.2008
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Fuji
Haug: "Ein Rennen zum Vergessen"
Unfall, Strafe und null Punkte für Hamilton - Alonso siegt in Japan vor Kubica und Räikkönen
Zwei Wochen nach dem furiosen Auftritt der deutschen Piloten mit einem Quartett unter den besten sechs kamen die Starter mit dem "D" diesmal nicht in Fahrt. Als bester Deutscher fuhr der Heppenheimer Sebastian Vettel im Toro Rosso auf Rang sechs. Er profitierte ebenfalls von der 25-Sekunden-Zeitstrafe gegen seinen Teamkollegen Bourdais, der in der 51. Runde Massas Wagen gerammt hatte. Auch Nick Heidfeld (BMW-Sauber) rückte einen Rang nach vorne, mehr als der neunte Platz sprang für den Mönchengladbacher aber nicht heraus. Der Singapur-Zweite Nico Rosberg wurde im Williams Elfter, Timo Glock schied beim Heimspiel seines Toyota-Rennstalls ebenso wegen eines Defekts vorzeitig aus wie Adrian Sutil im Force India.
"Ein Rennen zum Vergessen", klagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, sprach aber auch davon, dass man "mit einem blauen Auge davon gekommen" sei. Unverständnis und Verärgerung herrschte über die Durchfahrtstrafe gegen Hamilton nach einer harten Start-Attacke gegen Räikkönen. "Ich weiß nicht, wofür ich die Strafe bekommen habe", meinte der Brite.
Von (dpa) |
13.10.2008
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Fuji
Haug: "Ein Rennen zum Vergessen"
Unfall, Strafe und null Punkte für Hamilton - Alonso siegt in Japan vor Kubica und Räikkönen
Rempler von Massa
Entscheidend für den Rennverlauf war jedoch der Rempler von Massa. Der Brasilianer habe Hamiltons Auto ruiniert, schimpfte Haug. Als Hamiltons Silberpfeil in Gegenrichtung stehen blieb und die Rennwagen allesamt an ihm vorbeizogen, brach in der Ferrari-Box Jubel aus. Letztlich sprach aber auch die Scuderia trotz eines nach Meinung von Teamchef Stefano Domenicali "beeindruckenden" Auftritts von Massa von einem "bittersüßen Geschmack nach dem Rennen von Fuji."
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