Neustadt/WN
Bauleitplanung in Windeseile
Windkraft-Boom in der Oberpfalz: Experten raten Kommunen, die Initiative zu ergreifen
"Je höher, desto mehr Wind und umso wirtschaftlicher ist eine Windkraftanlage", umriss Zellermann die physikalischen Grundlagen von Windenergie und deren Nutzung. Rechtsanwalt Reitberger fächerte die planerischen Hintergründe und rechtlichen Vorgaben auf, die der Gesetzgeber bereit halte, bevor sich überhaupt ein Windrad in der Oberpfalz drehen kann. Tipps und Ratschläge anhand praktischer Beispiele hatte Diplom-Ingenieur Peter Markert vom gleichnamigen Büro parat: "Weisen sie Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen aus, noch bevor ein Investor mit dem Antrag in der Hand im Rathaus steht." Wenn möglich, könnte hier auch der Schulterschluss mit Nachbargemeinden gesucht werden, um solche Sonderflächen räumlich zusammenzulegen. Eine "spannende Zeit" bei der Nutzung erneuerbarer Energien sagten die Experten voraus, Kommunalpolitiker und Bürgermeister warfen Landschaft und kommunale Zielsetzungen in die Diskussion: "Wir wollen nichts gegen den Willen der Menschen in unserer Heimat tun, uns zugleich aber nicht der Zukunft für die Oberpfalz verschließen?"
Mittlerweile wird in rund einem Dutzend Oberpfälzer Gemeinden über den Bau von insgesamt rund 30 Windkraftanlagen diskutiert. Neuestes Beispiel ist die Gemeinde Kümmersbruck (Kreis Amberg-Sulzbach), wo zwei Windräder errichtet werden sollen.
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