Schwandorfer Denksportler schlagen Kulmbach mit 4,5:3,5 - Entscheidung in der letzten Partie
Schwandorf. (sts) Einen gelungenen Auftakt feierte die erste Mannschaft des Schachklubs Schwandorf in der Landesliga Nordbayern. In einem hochdramatischen Kampf gelang beim SK Kulmbach ein 4,5:3,5-Erfolg, der nach einem Protestfall erst einen Tag später feststand.
Hoch motiviert traten die Schwandorfer die Reise nach Kulmbach zum Auftaktspiel in die zweite Schwandorfer Landesligasaison an. Nachdem man im Vorjahr zum Auftakt Kulmbach besiegen konnte, hatte man sich dieses Jahr ebenfalls vorgenommen, nicht mit leeren Händen in die Oberpfalz zurückzureisen.
Doch die Gastgeber waren durch die Vorjahresniederlage gewarnt und boten eine sehr starke Aufstellung mit fünf tschechischen Spielern auf, womit die Favoritenrolle doch auf Kulmbacher Seite lag.
Zu Beginn neutralisierten sich beide Teams. Vor allem an den mittleren Brettern kam es zu Punkteteilungen. So überschritten weder Matthias Dirmeier (Brett 6), Pavel Votruba (Brett 4) als auch Günter Jehl (Brett 5) die Remisbreite in ihren Partien. Doch dann wurde es turbulent. Zunächst ging die Mannschaft des SK Schwandorf mit 2,5 :1,5 in Führung, als es Dr. Norbert Barth am zweiten Brett gelang, mit einem feinen taktischen Manöver seinen Kontrahenten zur Aufgabe zu zwingen.
Vogelwild ging es in der Partie von Stephan Stöckl an Brett 7 zu, der gleich zu Beginn das Brett "in Flammen setzte" und einem sicheren Sieg zusteuerte. Fast ließ Stöckl seinen Gegner noch entkommen, doch letztlich konnte er sich überzeugend durchsetzten.
Von (sts) |
11.10.2008
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Schwandorf
Überraschender Sieg zum Auftakt
Schwandorfer Denksportler schlagen Kulmbach mit 4,5:3,5 - Entscheidung in der letzten Partie
Nun führten die Schwandorfer scheinbar komfortabel mit 3,5:1,5. Doch die noch drei laufenden Partien verhießen nichts Gutes, denn überall sah man sich im Nachteil. Zunächst jedoch schaffte es am Spitzenbrett Gaspar Mathe trotz Minusbauern den gegnerischen Angriff in Zaum zu halten und in eine Punkteteilung abzuwickeln. Damit hatte der Schachklub zumindest bereits das erhoffte Unentschieden sicher.
Anschließend musste sich Werner Mühling (Brett 3) geschlagen geben und Kulmbach konnte auf 3:4 verkürzen. Damit lief nur noch die Partie von Jürgen Lautner an Brett 8 und hier spitzte sich die Lage immer mehr zu.
Lautner erspielte sich zunächst eine viel versprechende Position, ließ aber seinen Gegner entwischen und fand sich auf einmal in einem verlorenen Endspiel wieder. Doch sein großer Kampfgeist wurde belohnt, als er trotz Materialnachteil eine Stellung erreichte, die eine Reklamation auf Remis erlaubte.
Der Schiedsrichter lehnte diese zunächst ab und schrieb dem Punkt der Heimmannschaft zu, da Lautner mittlerweile die Bedenkzeit überschritten hatte. Nachdem die Schwandorfer dagegen Einspruch eingelegt hatten, wurde tags darauf diese Entscheidung vom bayerischen Spielleiter wieder aufgehoben und das Unentschieden von Jürgen Lautner bestätigt. Damit war der überraschende Mannschaftssieg perfekt.
Mit diesem enorm wichtigen Erfolg gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf und dem gelungenen Saisonstart gehen die Schwandorfer optimistisch in das nächste schwere Spiel am 26. Oktober gegen Wacker Neutraubling.
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