Stadtrat Ludwig Berger beklagt die undurchsichtige Planung für Staatsstraße 2398 in Eigelsberg und Niesaß
Oberviechtach. (td) Er sei ein "echter Eigelsberger" versicherte Ludwig Berger beim "NT-Bürgerforum" im Emil-Kemmer-Haus. Und so hatte sein Redebeitrag - der erste in einer langen Reihe an diesem Abend - auch ein Thema, das sein Dorf und das benachbarte Niesaß betraf.
Die beiden Orte südlich von Oberviechtach liegen an der Staatsstraße 2398. Diese Straße soll von Dieterskirchen her bis zur Ortsdurchfahrt Niesaß ausgebaut werden. Und hier liegt das Problem, bedeutete Ludwig Berger. Denn eine Ortsumgehung für Niesaß und Eigelsberg sei in den Planungen nicht vorgesehen, "obwohl man schon Anfang der siebziger Jahre so eine Umgehung erwogen hat, aber das ist wieder im Sand verlaufen".
"Mautflüchtige" Lkw
Berger erinnerte daran, dass bereits 2002 die Planung für den Straßenausbau, bei dem zwei Kilometer mit 2,8 Millionen Euro Aufwand hergerichtet werden sollen, abgeschlossen war. Im Frühjahr 2003 war dann eine Teilbürgerversammlung, bei der laut Berger die Umgehungswünsche vorgetragen und argumentativ untermauert wurden - die Enge der Straße, eine Kurve innerorts, immer wieder Staus, "mautflüchtige" Lkw und immer wieder Raser würden den Wunsch nach einer Umfahrungslösung befeuern. "Wir möchten schon, dass die Staatsstraße ausgebaut wird", bekräftigte der Eigelsberger und brachte die dann bessere Anbindung etwa zu Schule und Krankenhaus ins Spiel. "Aber da gehört eben auch unsere Umgehung dazu", beharrte Ludwig Berger.
Von (td) |
11.10.2008
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Oberviechtach
Bei Umgehung "an der Nase herumgeführt"
Stadtrat Ludwig Berger beklagt die undurchsichtige Planung für Staatsstraße 2398 in Eigelsberg und Niesaß
Der Redner erinnerte in diesem Zusammenhang auch den Besuch von Innenstaatssekretär Heike in Nabburg, der vor zwei Monaten auf entsprechende Nachfrage empfohlen hatte, die Umgehung als Maßnahme anzumelden. "Dann haben Sie einen Fuß in der Tür", hatte es damals geheißen, was für Berger nicht sehr tröstlich klang. Er hatte eher den Verdacht, "dass wir da wieder an der Nase herumgeführt werden". Denn laut Innenstaatssekretär soll die Ortsumgehung erst bei der Fortschreibung des Ausbauplans für Staatsstraßen, also vielleicht in ein paar Jahren, zur Bewertung angemeldet werden.
Bald Erörterungstermin
Landtagsabgeordneter Otto Zeitler, der den Besuch des Innenstaatssekretärs im August begleitet hatte, ging auf Bergers Thema ein und bekräftigte die Aufforderung: "Die Umgehung muss angemeldet werden." Zeitler informierte, dass für den Ausbau der Staatsstraße 2398 nördlich von Dieterskirchen bis zur Ortsdurchfahrt Niesaß derzeit das Planfeststellungsverfahren durchgeführt werde. Die dabei anfallenden Einwendungen - und damit wollte Zeitler auch die Anregung für eine Umgehung verstanden wissen - würden bei einem eigenen Termin erörtert. "Ich stehe zur Verfügung, wenn bei den Einwendungen Bedarf sein sollte", versprach der den Eigelsbergern und Niesaßern.
Was den Straßenausbau betrifft, so wird der Planfeststellungsbeschluss der Regierung der Oberpfalz für das nächste Jahr erwartet.
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