Der Augsberg bei Matzenhof als Windkraft-Standort "sehr interessant" - Gehwegbau in Fürnried
Sunzendorf. (hjh) Die Zeichen stehen günstig für erneuerbare Energie im Birgland: Vier Gebiete eignen sich für die Errichtung von Windlraftanlagen. Das ist das Resultat einer Grundlagenstudie zum Windenergiepotential in der Gemeinde.
Eine überaus zahlreiche Zuhörerschaft verfolgte im Gasthaus Laurer in Sunzendorf eine Informationsveranstaltung über Windenergieanlagen, die der Gemeinderatssitzung vorausging. Bürgermeister Herbert Steinmetz hatte zu diesem Thema Vertreter der Firma Ostwind und des Landratsamtes Amberg-Sulzbach geladen.
Mögliche Standorte
Die einzelnen Standorte liegen in ca. 800 Meter Abstand von Wohnbebauungen. In Frage kommen der Mahlberg und ein Gelände nahe Nonnhof für je einen Mast. Der Heinzbergwald eignet sich nur bedingt und wird wohl als Alternative nicht weiter verfolgt.
Sehr interessant scheint dagegen der Augsberg nahe Matzenhof zu sein. In diesem Waldgebiet könnten zwei Anlagen auf einer Rodungsfläche von 1500 Quadratmeter Platz finden. Der windexponierte Standort würde sich für große Windenergieanlagen der Leistungsklasse 2 MW eignen.
Strom für 1400 Haushalte
Ihre Nabenhöhe beträgt 120 bis 130 Meter, der Rotordurchmesser 82 bis 90 Meter. Eine solche Anlage versorgt ca. 1400 Haushalte; doppelt so viele, wie es in der Gemeinde Birgland gibt. Die Firma Ostwind beziffert die Kosten einer solchen Anlage auf ca. 3,5 Millionen Euro.
Von (hjh) |
11.10.2008
| Netzcode: 1565860
Sunzendorf
Mehr Strom, als das Birgland braucht
Der Augsberg bei Matzenhof als Windkraft-Standort "sehr interessant" - Gehwegbau in Fürnried
Ausführlich informierte die Regierungsrätin im Kreisbauamt, Christine Obersteiner, über das Genehmigungsverfahren. Windkraft-Standorte müssen im Flächennutzungsplan verankert sein. Die Abstandsflächen betragen bei diesen Höhen 212 Meter. Verlangt werden eine Baugenehmigung und eine Rückbauversicherung von ca. 20 bis 30 Jahren.
"Eingriff in die Natur"
Regierungsamtsfrau Maria Reif lieferte ergänzende Angaben aus ihrem Sachgebiet, dem Emissionsschutz. Hier spielen Lärm, Schattenwurf, Luftverkehrsrecht und Waldrecht eine Rolle. Der Bau solcher Anlagen stelle einen Eingriff in die Natur dar. Geschützte Bereiche müssen beachtet werden. Bei einer Artenschutzprüfung wird im Vorfeld untersucht, wie weit Vögel und Fledermäuse gestört werden.
Der Gemeinderat beschäftigte sich anschließend mit den Plänen für einen Gehweg in Fürnried vom Anwesen Maderer bis zur Firma Landtechnik Pickel. Er soll bereits am 14. Dezember fertiggestellt werden. Dazu wird der "Maderer-Stadel" durchbrochen, die Treppen am Tanzhaus Fuchs/Färber verschwinden. Ein neuer Eingang entsteht von der Gartenseite her. Der bestehende Gehsteig vom Pfarrhaus bis zur Firma Pickel wird saniert.
Von (hjh) |
11.10.2008
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Sunzendorf
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Der Augsberg bei Matzenhof als Windkraft-Standort "sehr interessant" - Gehwegbau in Fürnried
Die Ausschreibung der Leistungen und der Abschluss eines Ingenieurvertrages waren Formsache. Die Kosten belaufen sich auf etwa 122 000 Euro. Eine Förderung von 50 Prozent ist zu erwarten. Einstimmig genehmigte der Gemeinderat diese außerplanmäßigen Ausgaben.
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