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Von Alexander Pausch  |  11.10.2008  | Netzcode: 1565832

Insellösungen sind zum Scheitern verurteilt

Kommentar von Alexander Pausch

An den Börsen herrscht Endzeitstimmung. Doch die Politiker sind gut beraten, sich nicht davon anstecken zu lassen. Dieses Wochenende gewährt allen - Regierungen sowie nationalen und internationalen Finanzinstitutionen - eine Atempause, die sie nutzen müssen.

Dabei gilt: Es bringt nichts, auf die amerikanische Krankheit zu schimpfen und dann nur die nächste nationale Rettungsaktion voranzutreiben. Angesichts der weltweiten Integration der Finanzmärkte und der weltumspannenden Finanzkrise sind Insellösungen letztlich zum Scheitern verurteilt.

Genauso fruchtlos wie die gegenseitigen Schuldzuweisungen ist das nicht nur hierzulande weit verbreitete Lamentieren über vermeintlich oder tatsächlich unverschämt hohe Managergehälter. Das ist zwar populär, aber es trägt nichts zur Eindämmung der Krise bei. Es ist Zeit, die Debatte über die klügste Form der Kriseneindämmung und -bewältigung zu führen. Die zentralen Fragen lauten: Welche Mittel soll der Staat einsetzen? Was und wer ist schutzwürdig? Wie lassen sich die Kosten für den Staat und damit den Steuerzahler in Grenzen halten?

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