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Von (san)  |  11.10.2008  | Netzcode: 1565810
Amberg

Landesgartenschau als Höhepunkt

Stadtgärtnerei Amberg feiert ihr 100-jähriges Bestehen - Am Anfang als "Concourrentin" gesehen

Amberg. (san) Die Stadtgärtnerei Amberg feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Die Einrichtung, in der anfangs die alteingesessenen Gärtner Ambergs eine Konkurrenz gesehen hatten, entwickelte sich zu einem modernen städtischen Unternehmen, das in den Grünanlagen und auf Wechselflorflächen für zahlreiche Farbtupfer sorgt.

Norbert Wellnhofer, der den Betrieb seit 1993 leitet, ist im Stadtarchiv fündig geworden und hat einige Unterlagen entdeckt, die Aufschluss über die schwierigen Anfangsjahre der städtischen Einrichtung geben.

Konkurrenz befürchtet



Die Stadt hatte 1908 die damalige Gärtnerei Steiner an der Raigeringer Straße übernommen, deren Besitzer das Geschäft aufgegeben hatte. Doch schon bald gab es Ungemach, denn die örtlichen Gärtner befürchteten Konkurrenz. In einem Schreiben an die Kommune beklagten sie sich, dass der Stadtgärtner "auf Rechnung der Stadtgemeinde Gräberschmuck" verkaufe. Sie beschwerten sich schriftlich über die "Concourrentin der hier domilizierenden Gärtner". Ein Antwortschreiben sei leider nicht erhalten geblieben, bedauert Wellnhofer.

Im Archiv befindet sich auch ein Zeitungsartikel, der ebenfalls den Streit thematisiert hat. In dem Bericht über die Verbandstagung der bayerischen Handelsgärtner erwähnt der Verfasser entrüstet, dass die Stadtgärtnerei in den örtlichen Zeitungen per Annonce Blumen- und Topfpflanzen zur Abnahme anbiete und auch Bindereien zu billigen Preisen anfertige.

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