Stadtkapelle spielt bei Oktoberfest in der Hafenstadt Windau auf - Neue Fans gefunden
15 mit Instrumenten bepackte Musikanten in bayerischer Tracht: Das hatten die Menschen in der Hafenstadt Windau in Lettland bis dato noch nicht gesehen. Umso begeisterter empfingen sie die Bayern auf ihrem Weg in ein Oktoberfestzelt. Ein ungewöhnlicher Auftritt für die Tirschenreuther Stadtkapelle, der Gregor Ziegler, Chef des gleichnamigen Erdenwerks in Stein, zu verdanken war.
Die Firma ist ein internationales Unternehmen mit einer Niederlassung nicht nur in der Oberpfalz, sondern auch in Lettland. Aufgrund seiner Verbundenheit zur bayerischen Kultur, aber auch zu Lettland hatte Ziegler die Idee, einmal beides zu vereinen - bei einem Oktoberfest in Lettland.
Typische Festzeltstimmung
Der Deutsche Kulturverein Ventspils (lettisch für Windau), vertreten durch Michael Gallmeister, griff ihm bei der Organisation helfend unter die Arme. Für eine ausgelassene, typisch bayerische Festzeltstimmung sollte eben die Stadtkapelle Tirschenreuth sorgen.
So trafen sich also am 26. September um 2 Uhr 15 Musikanten mit Gregor Ziegler und einigen seiner Jagdfreunden, um sich auf den Weg nach Berlin-Tegel zu machen. Denn dort startete der Flug nach Riga. Weiter ging es mit dem Bus, der die Gäste Richtung Windau fuhr.
11.10.2008
| Netzcode: 1565802
Tirschenreuth
Letten schunkeln und jodeln
Stadtkapelle spielt bei Oktoberfest in der Hafenstadt Windau auf - Neue Fans gefunden
Unterwegs hatten die Stiftländer die Möglichkeit, die eindrucksvollen Torffelder der Firma Ziegler (rund 700 Hektar Abbaufläche) zu besichtigen. Nach einem typisch lettischen Abendessen ging es nach Windau. Zeit zum Verschnaufen blieb den Musikern kaum.
Nachdem sie ihre Hotelzimmer bezogen hatten, holten sie Trachten und Instrumente aus den Koffern und machten sich auf den Weg zum Festgelände. Als die Stadtkapelle dort ankam, war das Bierzelt bereits proppenvoll. Bis tief in die Nacht hinein spielten die Musiker um Stadtkapellmeister Martin Bartsch zünftig auf und wurden mit tosendem Applaus und Rosen beschenkt. Am darauffolgenden Samstagmorgen eröffneten die Musikanten den Festbetrieb im Zelt ebenfalls mit Stimmungsmusik. Pausen hatten die Stiftländer nur durch kurze Auftritte von deutschstämmigen Trachtengruppen, Gesangseinlagen, einen Jodel- und Seilziehwettbewerb.
• Fernsehen live dabei
Sogar am Maßkrugstemmen versuchten sich die Letten. Die "Stadtkapellerer" schafften es, die lettischen Festbesucher den ganzen Tag über bei bester Laune zu halten. Die Bierzelt-Gäste schunkelten und tanzten unermüdlich. Die Veranstaltung war so erfolgreich, dass sie komplett im lettischen Fernsehen ausgestrahlt wurde.
Nach einer Erholungspause am nächsten Tag - die Musiker erkundeten kurz die Stadt Riga - war die Lettland-Reise vorbei. Diese drei Tage werden allen Beteiligten wohl lange im Gedächtnis bleiben. Vor allem, weil sich die Letten schon jetzt über einen weiteren Auftritt der Stadtkapelle freuen würden.
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