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Luxemburg
Hoffen auf mehr Wettbewerb
EU-Ministerrat beschließt Neuordnung der Gas- und Strommärkte
Luxemburg. (dpa) Gas- und Stromkunden in Europa können auf mehr Wettbewerb und damit sinkende Preise hoffen. Die 27 EU-Staaten beschlossen am Freitag in Luxemburg einstimmig letzte Einzelheiten zur Neuordnung der Energiemärkte. Der Ratsbeschluss muss noch mit dem Europäischen Parlament abgestimmt werden.
Die nationalen Regulierungsbehörden sollen künftig unabhängiger von der Energiebranche und der Regierung entscheiden. Um die Zusammenarbeit der nationalen Behörden zu betreuen und zu überwachen, soll eine europäische Energie-Agentur gegründet werden. Für bestimmte grenzüberschreitende Angelegenheiten bekommt sie eigene Befugnisse. Darüber entscheidet der Regulierungsrat, in dem alle nationalen Regulierungsbehörden vertreten sind.
Umstritten waren im Rat vor allem die Regeln für gleiche Wettbewerbsbedingungen. Bereits im Juni hatten die Minister entschieden, dass es verschiedene Modelle zur Trennung von Produktion und Netzbetrieb geben solle. Entweder das Eigentum der Strom- und Gasanbieter ist - wie in Großbritannien, den Niederlanden oder den nordischen Ländern - völlig vom Besitz der Fernleitungen getrennt. Oder genaue Vorschriften regeln, dass Anbieter mit Leitungsnetzen ihre Konkurrenten nicht von den Kunden fernhalten können.
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