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Frankfurt
Bundesregierung erwägt Beteiligung an Banken
Finanzminister und Notenbanker suchen nach Auswegen aus Finanzkrise
Frankfurt. (dpa/AFP) Die Panik an den Aktienmärkten findet kein Ende: Rund um den Globus rauschten die Kurse am Freitag erneut in die Tiefe. Der deutsche Aktienindex DAX brach zeitweise um mehr als zehn Prozent ein. Zum Handelsschluss verlor er 7,01 Prozent auf 4544,31 Punkte und schloss auf den tiefsten Stand seit Sommer 2005.
Deutschland steuert angesichts der dramatischen Zuspitzung der Finanzkrise auf ein umfassenderes Hilfspaket für Banken und ein stärkeres Engagement zu. Selbst ein vorübergehender Einstieg des Staates bei Instituten wird nicht mehr ausgeschlossen. "Ich bin überzeugt, dass wir mit Von-Fall-zu-Fall-Lösungen nicht mehr weiterkommen. Das ist ausgereizt", räumte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) ein.
Steinbrück ist in Washington beim Treffen der G-7-Finanzminister und -Notenbankchefs an diesem Wochenende. Sie suchen nach Lösungen für die Finanzkrise. Steinbrück sprach sich erneut dafür aus, weltweit "Verkehrsregeln" für Finanzmärkte zu entwickeln. Dabei sollte dem Internationalen Währungsfonds (IWF) eine zentrale Funktion zukommen. Die EU-Staats- und Regierungschefs treffen sich am Sonntagnachmittag zu ihrem Krisengipfel. Der Ort stand am Freitagabend noch nicht fest. Die EU-Länder wollen sich auf einen gemeinsamen Instrumentenkasten einigen und ihr Vorgehen abstimmen. Wie die Maßnahmen umgesetzt werden, soll aber jedem Land selbst überlassen bleiben.
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