Von (chap)  |  10.10.2008  | Netzcode: 1565718
Weiden

Remis im Topspiel

Leistungsgerechtes 1:1 zwischen Weiden und Bayreuth im Bayernliga-Spitzenspiel

Weiden. (chap) 2150 Zuschauer, seit langem wieder eine tolle Kulisse am Weidener Wasserwerk, wollten das Spitzenspiel zwischen Bayernliga-Tabellenführer SpVgg Weiden und Verfolger SpVgg Bayreuth sehen. Die Partie erfüllte zwar vom Spielerischen her nicht die Erwartungen, dennoch blieb es bis zum Schlusspfiff spannend. Am Ende trennten sich die beiden Meisterschaftsanwärter gerecht 1:1.

Gerechtes Unentschieden im
Gerechtes Unentschieden im Bayernliga-Spitzenspiel: Weiden und Bayreuth trennen sich 1:1 Bild: af
Wieder einmal musste Weidens Trainer Gino Lettieri kurzfristig umstellen. Tobias Zott zog sich im Abschusstraining einen Nasenbeinbruch zu und musste durch Michael Bock ersetzt werden. Das tat der Heimelf zunächst nicht weh. Sie bestimmte in den ersten Minuten das Geschehen, ohne aber das gegnerische Gehäuse ernsthaft in Gefahr zu bringen. Eine Freistoßsituation führte zum überraschenden Führungstreffer für Bayreuth. Matthias Heckenberger legte sich das Leder zurecht und zirkelte es unhaltbar für den Weidener Keeper Florian Schürenberg in den Winkel zum 0:1.

"Diesen Rückstand haben wir erst einmal verdauen müssen", sagte Weidens Trainer nach dem Schlusspfiff. "Unsere langen Bälle nach vorne haben wenig Wirkung gezeigt, weil sich der Gegner danach zurückgezogen hat." Tatsächlich tat sich der Spitzenreiter schwer, ein Kombinationsspiel gegen den kompromisslos agierenden Vorjahresmeister aufzuziehen. Im Gegenteil, Bayreuth war immer wieder mit schnellen Kontern brandgefärlich, ohne jedoch im Abschluss überzeugen zu können.

Der Ausgleich entsprang einer Musterkombiation zwischen Oliver Gorgiev und Florian Schrepel. Der Bayreuther Abwehrspieler Florian Wurster wurde mit einem Doppelpass ausgespielt, Schrepel zog auf und davon und hämmerte das Leder in die Mitte, wo Sebastian Kneissl das Leder am verdutzten Gästetorwart Wolff vorbei ins kurze Ecke spitzelte. (38.).

Um mehr Ordnung ins defensive Mittelfeld, brachte Lettieri den an der Ferse verletzten Alexander Contala für Michael Bock. Und sofort wurde das heimische Angriffsspiel druckvoller. Die letzten zehn Minuten vor der Pause gehörten eindeutig den Hausherren. Aber sie verstanden es nicht, die kompakt stehende Gästeabwehr entscheidend aus den Angeln zu heben.

Nach der Pause versuchte Lettieri zunächst mit Tolgay Asma für den blassen, aber auch durch eine Erkältung geschwächten Mikheil Sajaia sowie später mit Benson Okeke für Akram Abdel Haq mehr Druck zu erzeugen. Aber diese Maßnahmen verfehlten ihre Wirkung. "Wir waren zwar präsent, haben aber dies nach vorne nicht umsetzen können", ärgerte sich Lettieri.

Die Bayreuther waren über weite Strecken optisch überlegen und gewannen mehr Zweikämpfe im Mittelfeld. Einen Freistoß von Matthias Heckenberger konnte Weidens Torwart Florian Schürenberg gerade noch mit den Fingerspitzen über die Latte lenken. Auch Stefan Seufert hatte kurz vor Schluss noch die Möglichkeit den Siegtreffer zu setzen, während bei Weiden lediglich Florian Schrepel mit einem Flachschuss Wolff prüfte. Letztlich hatte es der Tabellenführer einer starken kämpferischen Leistung zu verdanken, dass das Unentschieden bis zum Spielende Bestand hatte. "Auf Grund der zweiten Halbzeit war es für uns ein hoch verdientes Unentschieden. Wir wachsen immer mehr zusammen", befand ein zufriedener Gästetrainer Klaus Scheer.


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