Von (san)  |  08.10.2008  | Netzcode: 1562966
Amberg

Rentnerin (71) stirbt bei Brand

Feuer in einem Reihenhaus in der Formerstraße

Amberg. (san) Auf tragische Weise hat am Mittwochnachmittag eine 71-Jährige ihr Leben lassen müssen. Die gehbehinderte Rentnerin starb bei einem Wohnhausbrand in der Formerstraße im Wagrainviertel. Feuerwehrleute hatten die bewusstlose Frau zwar noch aus dem Haus retten können, doch alle Bemühungen, sie zu reanimieren, waren vergebens.

34 Feuerwehrleute des Stadtlöschzuges und der
34 Feuerwehrleute des Stadtlöschzuges und der Stadtteilfeuerwehr Ammersricht waren am Mittwochnachmittag bei dem Brand in der Formerstraße im Einsatz. Bild: Petra Hartl
Fassungslos standen Nachbarn an den Zäunen ihrer Grundstücke, während die Rettungskräfte sich bemühten, das Leben der schwer verletzten Frau zu retten. Feuerwehrleute hatten Decken gespannt, um Schaulustigen den Blick zu versperren, wie Notarzt und Sanitäter um das Leben der Frau kämpften.

Ein Nachbar, der im Reihenhaus nebenan wohnt, hatte von seinem Garten aus gesehen, wie Rauch aus den Fenstern des Gebäudes quoll, in dem die Rentnerin, die seit einigen Jahren verwitwet ist, alleine lebte. Die Frau, die schräg gegenüber wohnt, hatte von dem Feuer erst gar nichts mitbekommen, lediglich die Sirene hatte sie gehört. "Ich hab' doch nicht gedacht, dass das bei uns ist", sagte sie gestern Nachmittag.

Gegen 14.30 Uhr gingen mehrere Notrufe bei der Feuerwehr ein. Sowohl die Stadtteilfeuerwehr Ammersricht als auch der Stadtlöschzug rückten zum Unglücksort in der Formerstraße aus. Sie wussten zu diesem Zeitpunkt schon, dass die 71-jährige Bewohnerin vermutlich im Haus war. Als die Rettungskräfte eintrafen, kamen sie lediglich bis zum verglasten Vorbau - der dicke Rauch machte es ihnen unmöglich, das Gebäude zu betreten. Sie legten schweren Atemschutz an, um ins Haus vorzudringen. Im Wohnzimmer fanden sie die gehbehinderte Frau, die zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr bei Bewusstsein war.

Die Frau hatte sowohl eine Rauchgasvergiftung und starke Verbrennungen erlitten, was zum Tod führte. Alle Bemühungen, sie zu reanimieren, scheiterten. Um die Angehörigen, die zur Unglücksstelle gekommen waren, kümmerte sich ein Kriseninterventionsteam.

Eine halbe Stunde nach Ausbruch des Feuers hatten die 34 Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle. Besonders heftig hatte das Feuer in der Küche im Erdgeschoss gewütet. Deshalb mutmaßte Stadtbrandinspektor Philipp Seegerer, der die Einsatzleitung übernommen hatte, dass dort der Brand ausgebrochen sein könnte.


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