Bürgermeister Fritz Fürk bringt Kommandeur Nils C. Sorenson Wünsche der Bürger nahe
Kirchenthumbach. (ü) Offen und ehrlich sprachen der neue Kommandeur der US-Garnison Grafenwöhr, Colonel Nils C. Sorenson, und Bürgermeister Fritz Fürk über die Situation rund um den Truppenübungsplatz. Sorenson war zu seinem Antrittsbesuch ins Rathaus gekommen.
Beiden Seiten liege sehr viel an einer guten Nachbarschaft. Sorenson kündigte an, die Volksvertreter aus dem VierStädtedreieck künftig regelmäßig informieren zu wollen. Er sei auch gerne bereit, Informationsfahrten durch den Truppenübungsplatz zu organisieren. Interessant seien dabei vor allem die Umweltschutzprojekte.
Zum Thema Schießlärm bat Bürgermeister Fritz Fürk, Artilleriefeuerpunkte, auch wenn sie nur temporär seien, nicht mehr am Rande des Truppenübungsplatzes einzurichten. Die Bürger reagierten sehr sensibel. Im Platzinneren, weit weg von den Ortschaften, sei genug Platz. Ohne Umschweife erklärte Sorenson, dass sich durch den Ausbau des Truppenübungsplatzes und durch die Verlagerung von zusätzlichen Einheiten nach Grafenwöhr die Übungsfrequenz eher noch erhöhen werde. Zu rechnen sei auch mit Übungen von Kampfhubschraubern. So werde eine im Irak stationierte Hubschrauber-einheit in den Raum Ansbach zurückverlegt; sie werde dann in Grafenwöhr ihre Trainingseinheiten gefechtsmäßig mit verbundenen Waffensystemen absolvieren. Sorenson sicherte zu, alles zu tun, um Belästigungen möglichst gering zu halten.
Von (ü) |
07.10.2008
| Netzcode: 1560535
Kirchenthumbach
"Artillerie auf die Mitte ausrichten"
Bürgermeister Fritz Fürk bringt Kommandeur Nils C. Sorenson Wünsche der Bürger nahe
Gesprächsthema war auch das Krankenhaus Eschenbach. Fürk bat Sorenson, sich dafür einzusetzen, dass US-Soldaten und vor allem ihre Familien und das zivile Gefolge das Angebot des Eschenbacher Krankenhauses annehmen. Mit den neuen Chefärzten Dr. Walter Martin und Dr. Peter Ernst sei die Qualität des Hauses gestiegen und Vertrauen zurück gewonnen worden. Fürk informierte ferner, dass der Anschluss der Schießbahnen 301 (Ernstfeld) sowie 305 und 307 (Metzenhof) an die Wasserversorgung Kirchenthumbach kurz vor dem Abschluss stehe. Zudem werde die Range 301 an die Abwasseranlage Kirchenthumbach gekoppelt.
"Keine Probleme gibt es mit den in der Gemeinde Kirchenthumbach wohnenden amerikanischen Bürgern", betonte Fürk. Die Integration sei sehr gut, was auch die Teilnahme an den zahlreichen Festen bestätige. Nils C. Sorenson wie auch Fritz Fürk bekräftigten ihren Willen, das gute nachbarschaftliche Miteinander zu pflegen und weiter auszubauen. Fürk lud den Garnisonskommandeur zum Weihnachtsmarkt am 14. Dezember nach Kirchenthumbach ein. Dabei bestehe auch die Möglichkeit, dass Sorensons Frau Julie, die filigranen Glasschmuck herstellt, einen Stand belegt. Willkommen seien auch die Soldaten mit ihren Familien. "Unser Weihnachtsmarkt ist der schönste weit und breit", rührte Fürk die Werbetrommel für die Vereine der Gemeinde, die den Markt ausrichten.
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