Blois
Ein königliches Vergnügen
Von Schloss zu Schloss entlang der Loire - Naturschönheiten lockten einst den Adel an
Blois. (dpa) Wer träumt nicht von einem Leben im Schloss? An der Loire in Frankreich kann dieser Traum für einige Urlaubstage wahr werden: Morgens können Touristen die Renaissance-Paläste besichtigen, nachmittags durch deren Parks streifen und sich nachts in einem Schlösschen königlich betten.
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| Eine der schönsten Anlagen in der Loire-Region ist das Schloss Chenonceaux. Es wurde im 16. Jahrhundert quer über das Flüsschen Cher errichtet. Bilder: dpa (2) |
Einst die Hauptresidenz
Gleich beim Eingang über dem Portal begrüßt König Ludwig XII. die Besucher als Reiterstandbild. "Blois war einst königliche Hauptresidenz", erzählt Catherine Garrigon und zeigt auf die gemeißelten Lilien auf den Säulen, das Emblem der französischen Könige. Dann schreitet die Schlossführerin den achteckigen Treppenturm hinauf, der sich spiralförmig nach oben windet.
Hofstaat und Adel ließen sich im Tal der Loire auch wegen seiner Naturschönheit nieder. Die Flusslandschaft hat sich viel an Ursprünglichkeit erhalten. Ähnlich einem Schlossbesuch wirkt ein Spaziergang durch die wild bewachsenen Uferauen wie ein Flanieren durch vergangene Zeiten. Vögel bevölkern die Sandbänke im Wasser. Frankreichs längster Fluss wurde nie begradigt oder kanalisiert.
Ein beliebtes Ziel ist heute das Château de Chaumont-sur-Loire. Dort spazieren im Sommer allerdings mehr Menschen durch die Gärten, als dass sie über die Zugbrücke die Anlage aus dem 15. Jahrhundert betreten. Beides zusammen bildet einen starken Gegensatz: Hier steht die spartanisch eingerichtete Burg - dort sind die üppigen, fantasievollen Gärten zu bewundern.
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| Auf Schloss Chambord ist die hohe Schule der Reiterei zu Hause. Das Chateau ist Schauplatz von farbenfrohen Vorführungen mit edlen Pferden. |
Im Park von Château Chenonceaux sind dagegen zwei typische Renaissance-Gärten zu besichtigen: Einer wurde von der Königin Katharina von Medici angelegt, der andere von ihrer Rivalin, der königlichen Mätresse Diane de Potiers. Diese Lustgärten mit ihren von Rosen gesäumten Beeten und den geschwungenen Rasenmustern wirken wie irdische Paradiese, wären da nicht die Besucher im Sommer. Auch im Heckenlabyrinth drängen sich Erwachsene und Kinder und amüsieren sich königlich.
Das Schloss Chenonceaux selbst gilt als eines der herrlichsten Bauwerke in der Loire-Region. Es wirkt als würde es über dem Wasser schweben, denn seine Galerie wurde auf Pfeilern über den Fluss Cher gebaut, einem Seitenarm der Loire. So erkunden Touristen den Prachtbau auch vom Boot aus und rudern unter dem Schloss hindurch. Chenonceaux prunkt auf drei Etagen mit Kaminen, Himmelbetten und Gemälden. Im Unterbau befindet sich eine große Renaissance-Küche. Sie ist voll eingerichtet, so als würde gleich ein Regisseur rufen: "Film ab!". Bei einem nächtlichen Spaziergang mit historischer Musik fällt es leicht, sich die rauschenden Feste der Vergangenheit vorzustellen.
Krönung aller Schlösser
Als Krönung aller Schlösser an der Loire gilt Château Chambord. Das Renaissance-Bauwerk ist so groß, dass sich mancher Besucher darin verläuft. Selbst das Dach mit seinen vielen Türmchen und Kaminen bietet genug Platz zum Herumspazieren. Trotzdem wirkt die Anlage verspielt wie ein Märchenschloss. In den Stallungen finden farbenfrohe Reiterspektakel der hohen Schule statt.
Weitere Informationen:
Maison de la France
Zeppelinallee 37
60325 Frankfurt
E-Mail: info.de@franceguide.com
Internet: www.visaloire.com
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