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Wenn abseilen erwünscht ist
Mit der "Teampatrouille" im Waldnaabtal unterwegs - Übung der Unteroffizierschule des Heeres
Weiden/Windischeschenbach. Ein Montag im September. Die neue Woche ist noch sehr jung. 3.30 Uhr. Für 15 Frauen und 154 Männer aber ist die Nacht schon vorbei. "Alarm" schallt es durch die Gänge in der Ostmark-Kaserne. Im ersten Moment fällt die Orientierung schwer. Kurz die Augen gerieben. Nein, kein Traum. Wenige Minuten später stehen die Soldaten in voller Ausrüstung mit ihren Waffen bereit. Sie werden in den Raum Neuhaus-Windischeschenbach-Wurz verlegt. Vom Zoigl kann die Truppe allerdings nur träumen.
Teamgeist gefragt
Der Kommandeur, Oberstleutnant Bernd J. Henn, und sein Stab haben den Ausbildungs-Höhepunkt in eine Lage gestellt, die den Soldaten in realistischer Weise bei einem Auslandseinsatz erwarten kann. Wesentliche Elemente der Patrouille sind Teamgeist, Kameradschaft, Führungskunst, Orientierungsvermögen, Reaktionsfähigkeit und gute englische Sprachkenntnisse. Damit können die Frauen und Männer das in den sechs Monaten erlernte Wissen am Ende ihres Lehrganges unter Beweis stellen.
Das ausgefuchste Stammpersonal hat inzwischen schon die zehn Stationen eingerichtet, die bewältigt werden wollen. Nachts bei null Grad auch eine Art Härteübung. Der kalte Wind pfeift und das sollte sich auch den ganzen Tag nicht mehr ändern. "Böhmische" Begleitmusik. Auf dem 15 Kilometer langen Rundkurs müssen die rund 20-köpfigen Teams zunächst einen Seilsteg erklettern. Eine erste Herausforderung, die Mut und Überwindung voraussetzt. Doch für die meisten der Frauen und Männer ist r es ein spannendes Erlebnis. Abseilen von der Autobahnbrücke in die 100 Meter tiefer liegende Schlucht des Waldnaabtals, mit und ohne Seilrutsche, an der Strickleiter hängend: alles kein Honiglecken.
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