Von (tib)  |  06.10.2008  | Netzcode: 1560419
Schwarzenfeld

Vermarkten - aber wie?

Baugebiet "Flora": Diskussionen im Marktrat - Weitere Gespräche

Schwarzenfeld. (tib) In einem waren sich die Markträte einig: Der Markt soll attraktiv für potenzielle Neubewohner werden. Einen Anreiz hierzu könnte zum Beispiel das Baugebiet "Flora" bieten. Doch wie die Grundstücke den vermeintlichen Bauherren schmackhaft gemacht werden sollen, darüber schieden sich im Gremium die Geister.

Das Baugebiet "Flora" soll potenziellen Bauherren
Das Baugebiet "Flora" soll potenziellen Bauherren schmackhaft gemacht werden. Wie genau, darüber scheiden sich im Marktrat die Geister. Bild: Unger
Bürgermeister Manfred Rodde schilderte den Ist-Zustand. Momentan müsste ein Hausbauer insgesamt 97 Euro pro Quadratmeter dort bezahlen. Wenn er aber ein so genanntes energiesparendes Passivhaus baut oder soziale Vergünstigungen erhält, lässt der Markt jeweils zehn Euro vom Quadratmeterpreis nach. Das Marktoberhaupt schlug nun vor, angesichts der veränderten Umstände über neue Kaufpreisbedingungen zu beraten. Der Wegfall der Eigenheimzulage, die Erhöhung des Zinsniveaus und die nachlassende Nachfrage nach Bauland machen es laut Rodde nötig, neue Fördermodelle seitens der Kommunen zu entwickeln. Sein Vorschlag: Den Preis gleich auf 87 Euro zu senken, nachdem derartige Energiesparhäuser absolut gang und gäbe seien und eine kinderbezogene Förderung in Höhe von 3000 Euro pro Kind.

Bei Sonja Laußer (CSU) stieß er vor allem mit der kinderbezogenen Förderung auf offene Ohren: "Es liegt im Interesse von Schwarzenfeld, junge Familien zu bekommen", sagte sie. Deshalb müsse der Baupreis so attraktiv gestaltet werden, dass er genau diese Zielgruppe anspreche. Josef Meier (ÜPW) war gänzlich anderer Meinung: "Es ist der falsche Weg, das Baugebiet wie einen Ladenhüter zum Sonderpreis anzubieten", bezog er Stellung. Statt dessen müsse eine Verkaufsstrategie unter einem zentralen Thema - wie beispielsweise der Familienfreundlichkeit - entwickelt werden. "Alle, die Baugebiete unter einem Thema verkaufen", haben großen Erfolg", betonte er.

Alexander Kutscher (CSU) konnte sich einen Kompromiss vorstellen: "Warum nicht beides?", fragte er in die Runde. Er schlug in einem ersten Schritt eine Preissenkung vor, "dann können wir uns Gedanken über ein Thema machen". Die Bildung eines Arbeitskreises regte Günter Karl (SPD) an. Diesen Vorschlag griff Bürgermeister Rodde auf. Er will nun im Bälde die Fraktionssprecher, deren Stellvertreter sowie interessierte Markträte zu einem Gespräch einladen, um das weitere Vorgehen zu thematisieren.


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