München
Neuer Bär im Anmarsch
Bayern wird möglicherweise bald "Exerzierfeld" von "Brunos" Halbbruder
München. (dpa) Mehr als zwei Jahre nach dem Abschuss des Braunbären "Bruno" könnte möglicherweise in den nächsten Monaten ein weiterer Bär nach Bayern einwandern.
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| Ein Wanderer steht neben einem Holzkreuz mit Aufschrift, das von Unbekannten unterhalb der Rotwand in der Nähe der Kümpflalm im oberbayerischen Spitzingseegebiet zum Gedenken an den im staatlichen Auftrag erschossenen Braunbären "Bruno" aufgestellt wurde. Bild: dpa |
Nach den Medienberichten ist der Braunbär bereits etwa 30 Kilometer vom oberbayerischen Mittenwald (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) entfernt gesichtet worden. Wölfl erklärte, dass der dreieinhalb Jahre alte "MJ4" sich komplett anders verhalte als "Bruno". So halte sich "MJ4" von Siedlungen fern und breche allenfalls gelegentlich einen Bienenstock auf. "MJ4" ist die wissenschaftliche Bezeichnung des aus Norditalien stammenden Bären. Einen richtigen Namen wie "Bruno", der ursprünglich "JJ1" hieß, hat dessen Halbbruder bislang nicht. "MJ4" hat den gleichen Vater wie Bruno, aber eine andere Mutter.
"Bruno" war im Sommer 2006 im Spitzingsee-Gebiet erschossen worden. Seine mangelnde Scheu vor Menschen wurde ihm zum Verhängnis. Nach wochenlangen vergeblichen Fangversuchen gab die bayerische Staatsregierung ihn zum Abschuss frei. Danach erstellte Bayern einen Managementplan für Braunbären, um künftig besser vorbereitet zu sein. "Bruno" selbst steht präpariert im Münchner Museum "Mensch und Natur".
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