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Von (gri)  |  06.10.2008  | Netzcode: 1559451
Schleißdorf

"Die Oberlandler kommen"

Als die Maß Bier noch 3,50 Mark kostete - Schleißdorfer Kirwa feiert 30. Geburtstag

Schleißdorf. (gri) Die Kirwa im Oberland kommt in die Jahre: Zum 30. Mal tanzen die Kirwapaare aus Schleißdorf, Ellersdorf, Witzlricht und Hainstetten heuer am zweiten Oktoberwochenende den Kirwabaum aus. Als die Kirwa 1978 zum ersten Mal stattfand, kam das in der Gegend einer kleinen Sensation gleich: Zum ersten Mal wurde ein solches ein Bierzelt aufgebaut.

1978 packte die Burschen im Oberland das Kirwa-Fieber. "Wir wollten, dass sich bei uns wieder was rührt", erzählt der erste Kirwachef Andreas Obermeier. Die Wirtskirwa, die auch nach dem Krieg noch im Saal des Gasthauses Haas stattfand, war eingeschlafen. Am Schleißdorfer Kirwasonntag - immer schon am zweiten Oktoberwochenende - war nichts mehr los im Dorf und das sollte wieder anders werden.

"Unsere Eltern waren von der Idee ganz und gar nicht begeistert", berichtet Obermeier. Vor allem das finanzielle Risiko, das die Kirwaburschen bei einem Scheitern zu tragen gehabt hätten, schreckte die Väter. "Wir waren nicht zu bremsen." Eine geeignete Lokalität, zugkräftige Musikkapellen und nicht zuletzt die Kirwamoidln mussten gefunden werden. Mit kräftiger Schützenhilfe von erfahrenen Freudenberger Kirwaburschen und ohne Wissen ihrer Eltern trafen die Burschen die Vorbereitungen.

Andreas Obermeier und seine Mitstreiter gingen für damalige Zeiten neue Wege. Weil kein geeigneter Saal mehr zur Verfügung stand musste ein Zelt organisiert werden. Es wurde für eine Leihgebühr von gut 2000 Mark in nagelneuem Zustand aus Schwarzenfeld angeliefert. Die Schleißdorfer Kirwa war damals weit und breit die erste Kirwa in einem Bierzelt.

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