Staatliche Hilfe darf für Banken nicht kostenlos sein
Kommentar von Alexander Pausch
Die internationale Finanzkrise ist mit aller Wucht in Berlin angekommen. Dies offenbart nicht nur der Kampf um den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate, sondern vor allem die von der Bundesregierung verkündete staatliche Garantie für alle privaten Spareinlagen.Ohne Zweifel sollte diese Zusage von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück die Menschen beruhigen. Doch tatsächlich weckt sie bange Fragen: Steht es schon so schlimm? Sind nach den bereits bekannten Bankhäusern weitere Institute vom Zusammenbruch bedroht? Auszuschließen ist wohl nichts mehr, nicht nur weil Hypo Real Estate, wie Steinbrück warnt, andere mitreißen könnte. Auch andere deutsche Banken haben Schwierigkeiten, sich zu refinanzieren. Denn einige haben angekündigt, ihre Bilanzsumme reduzieren zu wollen.
Vertrauen ist derzeit neben Liquidität die Währung, die zählt. Ersteres kann nur der Staat gewähren, Zweiteres gibt es von der Zentralbank. Dabei muss klar sein, dass es die Nothilfe des Staates nicht zum Nulltarif gibt. Die Privatbanken müssen Aktien und andere Sicherheiten abtreten. Zudem werden sie künftig mit deutlich strengeren Regeln leben müssen.
Kommentare
Ihre Kommentare werden veröffentlicht in Kooperation mit der best webnews GmbH, Köln.

versenden
drucken
Leserbrief
kommentieren
