Rotes Kreuz präsentiert fertiges Konzept für "Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz"
Tirschenreuth/Weiden. (asp) Sie wird kommen, das ist seit langem klar: Die Integrierte Leitstelle, kurz ILS. Rettungsdienst und Feuerwehr werden dann unter der Rufnummer 112 zu erreichen sein. Bis 2011 will der Zweckverband für Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierung Weiden (ZRF) das umgesetzt haben. Für den Bereich Weiden, Neustadt und Tirschenreuth wird am 8. Dezember die Entscheidung fallen, wer die neue "ILS Nordoberpfalz" betreiben wird.
Das Rote Kreuz hat seine Hausaufgaben gemacht. Seit über einem Jahr wird das Realisierungskonzept entwickelt. Der Leiter der BRK-Rettungsleitstelle, Herbert Putzer, und sein Stellvertreter Jürgen Meyer stehen ständig in engem Kontakt mit den Kreisgeschäftsführern in Tirschenreuth und Weiden. Das Ziel ist klar: Das BRK will weiterhin Hilfesuchenden zur Seite stehen.
Immerhin gibt es die Rettungsleitstelle schon über 30 Jahre. "Fast 1,4 Millionen Einsätze wurden seitdem erfolgreich abgewickelt." Zudem deckt die Rettungsleitstelle schon jetzt genau den geographischen Bereich ab, der auch für die ILS gelten soll. Herbert Putzer: "Erfahrung, die Leben rettet."
Sanitäter und Brandmeister
Die 16 hauptamtlichen Mitarbeiter des BRK bereiten sich auf ihre neue Aufgabe vor. Allesamt erfahrene Rettungsassistenten, drücken sie zurzeit die Schulbank. In 39 Wochen werden sie nach und nach zu Brandmeistern ausgebildet. Fünf Mitarbeiter haben ohnehin schon in Feuerwehren Führungserfahrung gesammelt. Doch essenziell ist laut Herbert Putzer das Wissen rund um die Notfallmedizin. Über 80 Prozent der künftigen Einsätze der ILS werden medizinische Notfälle sein.
Von (asp) |
06.10.2008
| Netzcode: 1559377
Tirschenreuth/Weiden
"Erfahrung, die Leben rettet"
Rotes Kreuz präsentiert fertiges Konzept für "Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz"
"Eine korrekte Abfrage des Geschehens am Telefon entscheidet über das richtige Entsenden von Rettungsmitteln. Die niedrige Zahl an Fehleinsätzen spiegelt die Qualität der Mitarbeiter wider." Die neue Einsatzzentrale wird übrigens 18 Angestellte haben.
Genügend Platzreserven
Auch baulich wäre beim Roten Kreuz alles schon unter Dach und Fach. Der Kreisverband Weiden/Neustadt, dem die Rettungsleitstelle angegliedert ist, hat noch Platzreserven. Die würde Kreisgeschäftsführer Franz Rath natürlich zur Verfügung stellen. Zudem gäbe es genügend Parkplätze. Architektin Ute Meierhöfer hat die komplette Planung bereits abgeschlossen. 500 Quadratmeter würden für die neue Aufgabe umgebaut. Eingeflossen ist in ihre Planungen auch ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept. Denn wer für Rettungseinsätze verantwortlich ist, ist immer auch gefährdet. Zudem sind strenge Datenschutzbestimmungen einzuhalten.
Das Realisierungskonzept stellten die Leitstellen-Chefs jetzt den Kreisgeschäftsführern Holger Schedl (Tirschenreuth) und Franz Rath (Weiden/Neustadt) vor. Mit dabei waren der Leiter des Rettungsdienstes in Tirschenreuth, Richard Wagner, und die Architektin.
Von (asp) |
06.10.2008
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Tirschenreuth/Weiden
"Erfahrung, die Leben rettet"
Rotes Kreuz präsentiert fertiges Konzept für "Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz"
Stadt einziger Mitbewerber
Das fertige Konzept stieß auf große Begeisterung. "Bei der monatelangen Erarbeitung wurde an alles gedacht. Zudem verfügt die Leitstelle schon lange über ein funktionierendes Qualitätsmanagement", betont Herbert Putzer. Die flache Hierarchie sorgt nach seinen Worten für ein angenehmes Arbeitsklima: "Wichtig für Mitarbeiter, die ständig mit Menschen in Not in Kontakt stehen und diese Belastung tragen müssen."
Das letzte Wort hat am 8. Dezember nun die Versammlung des Zweckverbandes für Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierung. Einziger Mitbewerber um die Betreiberschaft ist bis jetzt die Stadt Weiden mit ihrer Feuerwehr. Übrigens: Der komplette Zeitplan bis zur Inbetriebnahme ist auch schon fertig - ausgearbeitet vom BRK.
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