04.10.2008  | Netzcode: 1559029

Berauscht von der Niederlage des Gegners

Zu diversen Berichten und Kommentaren in unserer Zeitung nach den Landtagswahlen in Bayern schreibt ein Leser:

Was allerdings die Aussagen einiger Politiker und Mandatsträger, gleich welcher Partei, betrifft, frage ich mich schon, was verstehen diese Herren unter Demokratie und dem anständigen Umgang mit dem politischen Konkurrenten?

Zunächst darf ich wohl die Feststellung treffen, dass wir immer noch im christlichen Abendland daheim sind, und uns in Deutschland und auch in Bayern Gott sei Dank bisher einer demokratischen Staatsform erfreuen durften und weiterhin dürfen.

Was für ein trauriges Schauspiel wird einem jedoch zur Zeit geboten. Anstatt in erster Linie die eigenen Erfolge zu feiern, berauscht man sich an der Niederlage des politischen Gegners und schwadroniert vollmundig: "Bayern ist endlich in der Demokratie angekommen . . ." Dies ist billige Häme und zeugt nicht von einem fairen demokratischen Verständnis und noch weniger von der Beachtung christlicher Grundwerte.

Ich hoffe nur, dass wir uns nun nicht "Volksvertreter" gewählt haben, die vorrangig nur ihr eigenes Ego pflegen und weniger am Wohl und Wollen der Bürgerinnen und Bürger Bayerns interessiert sind.

Hartmut Glaß, 92259 Neukirchen


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