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04.10.2008  | Netzcode: 1559025

Anzahl der Lehrkräfte und Klassenstärke wenig aussagekräftig

Ein ehemaliger Schulleiter äußert sich zur Situation an bayerischen Schulen und schreibt:

Auf diversen Veranstaltungen und in Fernsehdiskussionen wird momentan die Qualität von Schulen oftmals auf die beiden Faktoren Klassenstärke und fehlende Lehrkräfte reduziert. Nach meiner Einschätzung als ehemaliger Schulleiter der größten bayerischen Berufsschule mit 3 500 Schülern und ca. 150 Lehrkräften - EuropaBerufsschule Weiden - ist diese Verkürzung wenig hilfreich.

Lehrerversorgung und Klassenstärke sind wichtige Faktoren, aber auch nicht mehr. Die Qualität von Schule, von Unterricht ist vor allem garantiert durch hoch engagierte Lehrkräfte, mit guter Unterrichtsvorbereitung und dem Fördern der anvertrauten Schüler. Eine große Klasse - 32 Schüler - kann z. B. in Kernfächern oder für den praktischen Unterricht geteilt werden. Hier ist das bayerische Kultusministerium mit zusätzlichen angestellten Lehrern, befristeten Verträgen, auf einem guten Weg; die Schule kann schneller auf Veränderungen - neue Ausbildungsberufe, neue Fremdsprachen - reagieren als mit Planstellen. Auch die Einrichtung von Doppelklassen in Grund- und Hauptschulen oder die vom KM geförderte Ganztagsbetreuung sind positive Angebote.

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