Regionalmanager Florian Rüth informiert über Breitband-Förderprogramm und Bedarfserhebung
Kastl. (stg) Viel wird immer wieder geredet über das "schnelle Internet", über die unzureichende DSL-Versorgung auf dem flachen Land sowie über das millionenschwere und "Segen bringende" Förderprogramm der Staatsregierung. Florian Rüth, Regionalmanager am Landratsamt Tirschenreuth, brachte jetzt auf Einladung der Freien Wähler etwas Licht ins Dunkel der Thematik.
Im Sportheim berichtete Rüth den interessierten Zuhörern - darunter auch Bürgermeister Bruno Haberkorn - von den aktuellen Arbeiten an einer Ist- und Bedarfsanalyse für den Landkreis. Zuvor betonte FW-Vorsitzende Elisabeth Streng, dass das Thema "DSL" in Kastl ebenfalls sehr aktuell sei. "Auch die Gemeinde will Fördermittel bekommen", so Streng.
Sie verwies darauf, dass der Gemeinderat beschlossen habe, die Datenerhebung über den Landkreis mit abzuwickeln. Streng berichtete von verschiedenen Versorgungsbereichen in Kastl und den dazugehörigen Ortsteilen. Die offizielle Beurteilung von "versorgten" Bereichen decke sich nicht immer mit dem Empfinden der Betroffenen.
Ein Standortfaktor
Florian Rüth machte deutlich, dass Breitbandversorgung inzwischen ein Standortfaktor sei. Deshalb sei es unabdingbar, grundlegende Aussagen parat zu haben hinsichtlich der aktuellen Versorgung. Diese würden derzeit bei einer Datenerhebung im gesamten Landkreis gesammelt. Der Redner warnte davor, den Blick der DSL-Interessierten primär auf die Fördermittel zu richten. "Die Bezuschussung ist eher als Motivation zu sehen, sich mit der Materie zu beschäftigen."
Von (stg) |
04.10.2008
| Netzcode: 1558051
Kastl
Bezuschussung als "Motivation"
Regionalmanager Florian Rüth informiert über Breitband-Förderprogramm und Bedarfserhebung
Mit den bereitgestellten 19 Millionen Euro werde eine flächendeckende Versorgung sicher nicht möglich sein. Die Art und Weise, wie im Landkreis Tirschenreuth an die Sache herangegangen werde, stoße bei der Regierung der Oberpfalz auf positive Resonanz. Beauftragt worden sei dazu ein Ingenieurbüro.
In der ersten Stufe erfolge die Analyse des Ist-Zustands auf Basis der Standorte der Hauptvermittlungsverteiler, der Ortsnetzgrenzen sowie sonstiger bereits vorhandener Netzstrukturen, erklärte Rüth. Es folge die Erstellung einer Analyse des derzeitigen Versorgungsgrades der Unternehmen, Freiberufler, landwirtschaftlichen Betriebe, öffentlichen Einrichtungen und Haushalte nach Orten nach den Kriterien "versorgt" (Bandbreite größer als ein Megabit pro Sekunde), "unterversorgt" (Bandbreite weniger als ein Megabit pro Sekunde) und "unversorgt" (kein Breitband).
Es folgten die Bedarfsanalyse, die Auswertung und die Dokumentation. In der zweiten Stufe geht es laut Rüth um die Markterkundung, die Ausschreibung und um eine Machbarkeitsstudie. In Stufe drei erfolge die technische Bewertung der Angebote sowie die Auftragsvergabe.
"Vernünftige Lösung"
Rüth machte deutlich, dass es Ziel sein müsse, eine "vernünftige Lösung" zu finden. Die Untersuchung werde "technikneutral" gemacht. Im Laufe der Diskussion wurde deutlich, dass auch in Zukunft immer höhere Kapazitäten benötigt werden.
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