Ebnath
Erinnerung an "Weiße Rose"
"Sofies Schwester" Elisabeth Hartnagel in der Hauptschule zu Gast
Ebnath. (gis) Prominenten Besuch hatte die Fichtelnaabtalschule Ebnath-Neusorg am Donnerstag. Die achte Klasse hatte im Rahmen ihres auf drei Jahre angelegten Projektes "Arbeit für den Frieden" in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Elisabeth Hartnagel zu Gast. Sie ist die letzte noch lebende Schwester von Sophie Scholl.
Die siebenstündige Odyssee durch das nördliche Bayern beim Umfahren der vielen Staus ließ Elisabeth Hartnagel offenbar unbeeindruckt. Kein Anzeichen von Ermüdung, als sich die 88-Jährige ans Mikrofon setzte und in beeindruckender Weise die Entwicklung der "Weißen Rose" schilderte. Widerstandskämpferin Sophie Scholl war gemeinsam mit ihrem Bruder Hans, vier weiteren Studenten und Professor Kurt Huber 1943 in München von den Nazis hingerichtet worden.
Dabei wirkte Elisabeth Hartnagelsehr ruhig und versöhnt trotz all der furchtbaren Ereignisse, die sie mit ihrer Familie zu überstehen hatte. Das ist offenbar ein Vermächtnis ihres Vaters Robert Scholl, der nie an Rache gedacht hätte gegenüber denen, die den Tod seiner Kinder zu verantworten hatten. Es müsse eine neue Zeit beginnen, gegenseitige Schuldzuweisungen müssten aufhören, hatte der spätere Oberbürgermeister von Ulm immer wieder gesagt (ausführlicher Bericht folgt).
Kommentare
Ihre Kommentare werden veröffentlicht in Kooperation mit der best webnews GmbH, Köln.
Heute
Gestern

versenden
drucken
Leserbrief
kommentieren



