WEIDEN. Sie summen friedlich vor sich hin. Jede der fleißigen Bienen scheint sich wohlzufühlen im Paradies des Zuchtvereins zwischen der Merklmooslohe und dem Schätzlerbad. Der Kreislehrgarten des Obst- und Gartenbauvereins mit seinen unendlich vielen Blüten ist gleich in der Nachbarschaft. Auf dem großen Gelände sind etliche Bienenhäuser. "Jetzt kommen sie alle raus", erläutert Otmar Neubauer junior, der 1. Vorsitzende des Weidener Bienenzuchtvereins.
Ein schmuckes Vereinsheim mit allem Drum und Dran nennt der Bienenzuchtverein sein eigen. Es gibt Informationstafeln über die Arbeit der Immen und über den Honig, dazwischen befinden sich kleine Gemüsegärten. Rund 60 Mitglieder zählt der Verein mit langer Geschichte. Das Vereinsgelände beim Schätzlerbad ist Eigentum der Hobbyimker. "Die überdachte Sitzgruppe, in der sich die Mitglieder im Sommer zu Fachgesprächen und zur geselligen Unterhaltung treffen, war einst eine Kegelbahn", erzählt Otmar Neubauer junior, der seit sechs Jahren den Verein führt und zugleich Kreisvorsitzender der Imker ist.
02.10.2008
| Netzcode: 1555078
Imkerei Nachwelt erhalten
Bienenzuchtverein plant Museum am Stadtrand
Jetzt plant der 53-jährige Architekt ein neues Projekt: ein Bienenmuseum. Die erste Vitrine ist bereits bestückt, daneben stehen ein paar historische Bienenkörbe. Jetzt hofft der engagierte Imker, dass noch andere Utensilien aus vergangenen Zeiten dazukommen. Er plant ein etwa 20 bis 30 Quadratmeter großes Museum, das die Geschichte der Bienenzucht darstellen soll. Platz wäre genug, denn neben dem großen Vereinszimmer und der Küche sowie der Imkerschule steht noch ein großes Zimmer zur Verfügung.
Im Besitz des Bienenzuchtvereins befindet sich bereits ein Miniatur-Metall-Käfig, der ein halbes Jahrhundert alt ist. In ihm wurde früher per Farbklecks die Bienenkönigin als "Chefin" markiert. "Heute kleben die Imker Kunststoff-Plättchen am Körper des Mutterinsekts auf", betont Otmar Neubauer junior, dessen Vater heute noch als Imker tätig ist. "Die Bienenzucht wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt", erklärt der Weidener lachend. Zu den Ausstellungsstücken des zukünftigen Museums gehören auch schon die kleinen Pfeifen, die Imker rauchten, Körbe sowie ein kunstvoll verziertes Bienenhaus. Mit viel Liebe zum Detail fertigten Schreiner in der Nachkriegszeit die Immen-Wohnungen an. "Heute benutzen Imker Ablegekästen aus Kunststoff oder Styropor", erläuterte Otmar Neubauer junior beim Rundgang über das Gelände.
02.10.2008
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Imkerei Nachwelt erhalten
Bienenzuchtverein plant Museum am Stadtrand
Das Bienenmuseum soll sich in allererster Linie an Mitglieder, Schulen und Kindergärten richten. Doch auch die Öffentlichkeit ist angesprochen. Wer dem Verein alte Imker-Utensilien für das Museum zukommen lassen will, sollte sich bei Otmar Neubauer junior unter Telefon 0961/4702474 melden. Wer sich für das Bienenheim oder die Imkerei interessiert, ist ebenfalls eingeladen. Klaus Federl
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