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13.09.2008  | Netzcode: 1532979

Briefe an die Redaktion

"Große Leistungen der Asylpolitik?"



Zum Artikel "Menschenverachtende Parolen" erreichte uns folgende Zuschrift eines Lesers:

"Wenn ver.di sagt, dass die Rechtsradikalen von der Entscheidung, keine Asylbewerber in Sulzbach-Rosenberg aufzunehmen, profitieren, benennt sie nur die Spitze des Eisbergs. Im Grunde ist das Verhalten des Stadtrats bei der Entscheidung um die Aufnahme von Asylbewerbern ein typisches Beispiel für die so genannte "Integrationspolitik" in Sulzbach-Rosenberg.

Es werden Entscheidungen aus Fremdenangst getroffen und diese dann in schöne Worte gehüllt. Diesmal war es die Ghettoisierung, die man, natürlich ganz im Sinne der Asylbewerber, verhindern wollte. Wenn der Stadtrat wirklich gegen die Ghettoisierung gewesen wäre, hätte er der Regierung vorschlagen können, die Familien in "normalen" Wohnungen in der Stadt unterzubringen und so gleichzeitig an der richtigen Stelle gegen die gewollte Ghettoisierung protestiert. Das zweite Argument vieler Stadträte war, dass die Stadt angeblich genug Integrationsleistung gezeigt hätte. Als aufmerksamer Beobachter der Asylpolitik Sulzbach-Rosenbergs und Deutschlands fragt man sich natürlich, wo und wann dies geschehen sei.

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