Coburg
Mit Sudetendeutschen nach Tschechien
Beckstein plant für 2009 offiziellen Tschechien-Besuch
Coburg. (dpa) Ungeachtet ungelöster Vertriebenenfragen plant der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) im kommenden Jahr einen offiziellen Besuch Tschechiens. „Ich will mich bemühen, den Dialog, der für sich schon ein entscheidendes Element der Verständigung ist, voranzubringen“, sagte Beckstein bei einer Festveranstaltung zum „Tag der Heimat“ am Sonntag in Coburg laut Redemanuskript. Dabei sei es seine Absicht, dass ihn Vertreter der Sudetendeutschen Landsmannschaft begleiteten.
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| Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein begrüßt hier am Sonntag in Coburg Mitglieder der Vertriebenenverbände, die sich zum zentralen Festakt des Bundes der Vertriebenen in Bayern anlässlich des Tags der Heimat trafen. Ungeachtet ungelöster Vertriebenenfragen plant Beckstein im kommenden Jahr einen offiziellen Besuch des Nachbarlands Tschechien. Dabei sei es seine Absicht, dass ihn Vertreter der Sudetendeutschen Landsmannschaft begleiteten. Bild: dpa |
Beckstein erneuerte zwar zum „Tag der Heimat“ seine Kritik an den Benes-Dekreten und verurteilte sie als „massiven Verstoß gegen Europa-, Völker- und Menschenrecht“. Zugleich kündigte er aber an, an der Verständigung zwischen Vertriebenen und Tschechien weiter zu
arbeiten. „Das verlangt aber Offenheit, Klarheit, Wahrheit und Redlichkeit“, fügte Beckstein hinzu.
Nach der Einigung der Berliner Koalition auf das lange Zeit umstrittene «Zentrum gegen Vertreibungen» kündigte Beckstein an: „Ich werde alles tun, damit dieses Projekt zügig realisiert wird“. Diese Dokumentations-, Erinnerungs- und Forschungsstätte werde die
Vertreibungen im 20. Jahrhundert im europäischen Kontext darstellen. „Es soll aber auch ein Ort der Begegnung und der Versöhnung sein sowie der Erinnerung an die eigenen Opfer“, sagte Beckstein. Die 16 Millionen deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedler, und Spätaussiedler hätten Anspruch auf Erinnerung.
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