Gewerbebau-Chef Jürgen Hoffmann über eine Einkaufsgalerie mit 50 bis 60 Läden
Amberg. (kan) Der eine hat Vorschläge und Kontakte, der andere die Immobilie - und der Chef der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Gewerbebau, Jürgen Hoffmann, den Wunsch, dass Helmut Koprian und Manfred Reichholf sich nun treffen, um über eine künftige Zusammenarbeit zu reden. Hoffmann würde sich dabei als Moderator zur Verfügung stellen.
50 Fachgeschäfte, 230 Meter Ladenstraße - so einen Einkaufstempel wie das Lookentor in Lingen (Emsland) könnte sich der ehemalige ECE-Geschäftsführer Helmut Koprian, ein gebürtiger Amberger, auch in der Bahnhofstraße vorstellen. Chef der Lookentor GmbH ist übrigens sein Sohn Markus Koprian. Bild: hfz
Reichholf ist der Mann, der den früheren Storg-Komplex ersteigert hat, Koprian als ehemaliger Geschäftsführer der ECE Projektmanagement GmbH (Hamburg) der Experte in Sachen Einkaufszentren. Von ihm kommt die Anregung, aus dem einstigen Kaufhaus eine überdachte Einkaufsgalerie mit 50 bis 60 Läden zu machen (wir berichteten). Wir sprachen darüber mit Jürgen Hoffmann.
Herr Hoffmann, wie beurteilen Sie die Idee, an der Bahnhofstraße eine Citygalerie zu errichten?
Hoffmann: Die Umwandlung des ehemaligen Kaufhauses in eine Einkaufsgalerie ist eine interessante Option. Herr Koprian ist aufgrund seiner Erfahrung und seiner sicherlich immer noch exzellenten Verbindungen zur bundesweiten Einzelhandelsszene einer, der weiß, wovon er spricht. Die Überdachung des Innenhofes zu diesem Zweck wurde ja schon verschiedene Male ins Gespräch gebracht und wäre ein echter Hingucker und eine Attraktion.
Welchen Flächen- und Stellplatzbedarf hätten die von Koprian genannten 50 bis 60 Läden Ihrer Einschätzung nach?
Von (kan) |
08.09.2008
| Netzcode: 1525614
Amberg
"Euphorie nicht angebracht"
Gewerbebau-Chef Jürgen Hoffmann über eine Einkaufsgalerie mit 50 bis 60 Läden
Hoffmann: Diese Daten sind vom Projektentwickler zu benennen. Es gab im Zeitraum 2000/2001 schon Kontakte und Gespräche mit der ECE über die Ansiedlung einer Innenstadtgalerie. Damals wurden als Voraussetzung für etwa 80 Geschäfte 20 000 Quadratmeter Verkaufsfläche und 1000 Stellplätze genannt. Projiziert auf 50 Läden würde dies - bei gleich gebliebenem Anforderungsprofil -, 12 500 Quadratmeter Verkaufsfläche und 625 Stellplätze bedeuten.
Wo kriegt man denn so viele Stellplätze her?
Hoffmann: Das wäre bei der Projektentwicklung zu klären.
Welche Effekte würden bis zu 60 neue Läden für den Amberger Einzelhandel auslösen?
Hoffmann: Es muss sehr genau geprüft werden, was für Amberg verträglich ist. Es ist ja nicht davon auszugehen, dass es sich ausschließlich um neue Geschäfte handelt, die von außen kommen und bisher in Amberg nicht vertreten waren. Unterstellen wir einmal, dass zwei Drittel Neuansiedlungen sind, so würde dies eine Verlagerung von 20 Geschäften aus der Innenstadt in die neue Galerie bedeuten. Die bestehende Einzelhandels-Landschaft würde damit erheblich umgeschichtet werden.
Von (kan) |
08.09.2008
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Amberg
"Euphorie nicht angebracht"
Gewerbebau-Chef Jürgen Hoffmann über eine Einkaufsgalerie mit 50 bis 60 Läden
Überwiegt hinsichtlich der Vorschläge von Helmut Koprian die Skepsis oder der Optimismus?
Hoffmann: Weder noch. Bei diesem für die Stadt eminent wichtigen Objekt ist aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit Euphorie nicht angebracht, sondern eine nüchterne Betrachtung der Entwicklungschancen gefordert. Fest steht auf jeden Fall: Der Stadtrat und die Verwaltung werden jede mögliche Unterstützung leisten.
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