SpVgg Weiden beim Spitzenspiel - Torwartfrage offen - Ein Wernberger trifft für die Allgäuer
Weiden. (mr) Die Fahrt nach Memmingen gehört alljährlich zu den weitesten Reisen für die Bayernliga-Kicker der SpVgg Weiden. Aber nicht deshalb machte sich der Tross der Oberpfälzer schon am Freitag auf den Weg ins Allgäu. Vor dem Spitzenspiel der Liga am Samstag (15 Uhr) soll nichts dem Zufall überlassen werden. Die Chance ist groß, alleiniger Spitzenreiter zu werden.
Natürlich hatte Weidens Coach Gino Lettieri im Bus auch genügend Zeit, sich Gedanken über den Gegner zu machen: "Das ist eine stabile Einheit, eine kompakte Mannschaft", sagte er am Freitag. "Das wird definitiv sehr, sehr hart für uns." Allerdings sieht er seine Mannschaft durch die letzten Auftritte so gestärkt, dass er am Samstagabend bei der Heimfahrt neben den Spielern auch Zählbares im Gepäck haben will. "Ich mache nicht die lange Fahrt nach Memmingen, um hier rumzupokern, ich will jedes Spiel gewinnen." Auf Unentschieden zu spielen kommt für den 42-Jährigen gar nicht in Frage.
Vielleicht in Frage kommt ein Einsatz von Torjäger Mikheil Sajaia, der zuletzt wegen eines Muskelfaserrisses zwei Partien gefehlt hatte. Nach dem Training am Freitagabend wollte Lettieri über dessen möglichen Einsatz entscheiden. Dann sollte auch feststehen, wer das Tor hütet. Die möglichen Varianten: Florian Schürenberg, der Anfang der Woche vom Zweitligisten FSV Frankfurt kam, oder Svetozar Okrucky. Der Slowake griff zuletzt gegen Buchbach daneben. Die ersten Minuten aus diesem Spiel hat der Trainer immer noch im Kopf: "Memmingen ist nicht mit Buchbach zu vergleichen. Wenn wir wieder 1:3 zurückliegen würden, könnten wir das wohl nicht mehr aufholen."
Von (mr) |
06.09.2008
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Weiden
Keine Pokerei in Memmingen
SpVgg Weiden beim Spitzenspiel - Torwartfrage offen - Ein Wernberger trifft für die Allgäuer
Doch Buchbach macht auch Mut: Die Aufholjagd, die Präzision wie in der zweiten Hälfte nachgelegt wurde. Stark war dabei Florian Schrepel, der - darauf legt sich Lettieri fest - wieder auf seiner angestammten Position links im Defensivverbund beginnen wird. "Stürmer haben wir genug", begründet der Trainer die Maßnahme. Zu diesen Offensiven gehört auch Kapitän Alexander Geiger, auf den in Memmingen viel ankommen wird. Lettieri lobt den Spielführer vor allem als einen, der "variabel einsetzbar" ist. Auf der Bank wird vorerst Tolgay Asma sitzen. Bei seiner Einwechslung gegen Buchbach deutete der Türke seine Stärke im Mittelfeld an. "Er ist abgeklärt und ballsicher", urteilt der Trainer. "Er hat aber noch nicht die Luft für 90 Minuten."
Fast die einzige Konstante beim Gegner FC Memmingen nach der abgelaufenen Saison war Trainer Esad Kahric. Seit sieben Jahren arbeitet er nun schon im Allgäu, derzeit baut er wieder eine neue Mannschaft auf. Ein "Baustein" ist auch Stürmer Christopher Klaszka. Der gebürtige Wernberger kam vor der Saison vom 1. FC Nürnberg II. Beim Club kam er in der "Zweiten" kaum zum Zug. In Memmingen bildet der 19-Jährige mit Candy Decker ein stürmisches Duo. Klaszka hat drei Mal getroffen, Decker fünf Mal. Kahric: "Die beiden ergänzen sich gut."
Und so beweist der Trainer bei den Umbaumaßnahmen ein glückliches Händchen. "Viele haben uns das nicht zugetraut", sagt der 49-Jährige über die bisherige Bilanz. Punktgleich (17 Zähler) mit der Mannschaft, "die durchmarschieren wird", wie Kahric meint. "Weiden ist absolut regionalligatauglich."
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