"Schlepper- und Motorenfreunde Windmais" sind zu Recht stolz auf ihr Museum - Neue Exponate - Am Sonntag Besuchertag
"Die Technik ist faszinierend und extrem langlebig", meint Dr. Friedrich Brüch bei der Besichtigung des landwirtschaftlichen Oldtimer-Museums der "Schlepper- und Motorenfreunde Windmais." Einer der darüber ganz genau Bescheid weiß, ist Vorsitzender Hans Deinfelder. Ebenso sein Stellvertreter Albert Bauer. Sie haben im Laufe der Jahre durch eigenes Schrauben und Basteln ein enormes Praxiswissen erworben.
Im August 1990 arbeiteten Hans Deinfelder und Max Zimmermann am Bahnhof in Bodenwöhr, als sie auf zwei Traktoren aufmerksam wurden, die augenscheinlich nicht mehr im Einsatz waren.
"Rostlauben" erworben
Es handelte sich dabei um einen "Kramer" aus dem Jahr 1950 und einen "Hanomag", Baujahr 1956. Die Beiden kamen auf die Idee, die Oldtimer zu restaurieren und anschließend zu verkaufen.
Schnell wurde Deinfelder mit dem Eigentümer handelseinig. Dann richtete er die beiden "Rostlauben" her und brachte es schließlich einfach nicht mehr übers Herz, diese zu veräußern. Im Bekanntenkreis von Deinfelder besitzen viele Leute ebenfalls alte Traktoren, so dass die Idee geboren wurde, einen Verein für Freunde alter Traktoren und landwirtschaftlicher Maschinen zu gründen, um die Erinnerung an ein Stück heimische Technik zu erhalten und der Jugend zu überliefern.
Von (sir) |
05.09.2008
| Netzcode: 1523314
Bodenwöhr
Die große Liebe zur "Technik anno dazumal"
"Schlepper- und Motorenfreunde Windmais" sind zu Recht stolz auf ihr Museum - Neue Exponate - Am Sonntag Besuchertag
Im April 1991 war es dann soweit, wurde der Verein "Schlepper- und Motorenfreunde Windmais" aus der Taufe gehoben worden. Seitdem fungiert Hans Deinfelder als Vorsitzender, Albert Bauer ist derzeit der "zweite Mann" im Verein. Inzwischen wuchs die Zahl der Mitglieder auf 130 an.
Rund 100 Traktoren
Bald nach der Gründung kam der Wunsch auf, ein Domizil zum Unterstellen eigener Geräte zu bauen. "In Regensburg wurde die Halle abgebaut und in Windmais aufgestellt. Alles in Eigenleistung", erinnert sich Albert Bauer zurück. Keine einzige Handwerkerstunde sei zu bezahlen gewesen, alles in Eigenregie errichtet worden. Mit Eigenmitteln, einem Zuschuss der Gemeinde sowie einem Kredit, der längst abbezahlt ist, entstand auf einem Erbpachtgrundstück diese stattliche Halle, 50 mal 20 Meter groß. Derzeit befinden sich rund 100 Traktoren sowie landwirtschaftliche Maschinen und Geräte darin.
30 Liter Hubraum
Die neuesten Errungenschaften sind ein Acht-Zylinder-U-Boot-Motor mit 30 Liter Hubraum und 320 PS Leistung sowie eine Schmalspur-Industriebahn aus einer Ziegelei mit Loks und Loren. Diese Bahn muss aber erst noch restauriert und aufgebaut werden. Die Halle sei eigentlich schon wieder zu klein, so Bauer. Man trage sich bereits mit dem Gedanken einer Erweiterung. Die Vereinsmitglieder selbst besitzen insgesamt 350 Traktoren. Der Volksmund bezeichne diese gerne als Bulldogs, so Dr. Brüch, obwohl dies eigentlich der Name für den legendären "Lanz" sei, dessen Glühkopfanzündanlage an das Gesicht einer Bulldogge erinnere. Von April bis Oktober ist die Halle in Windmais jeweils am ersten Sonntag des Monats auch für die Öffentlichkeit zugänglich, so jetzt am kommenden Sonntag von 10 bis 17 Uhr und letztmalig in diesem Jahr am Sonntag, 5. Oktober. Gruppen ab fünf Personen sowie Schulklassen können eine Sonderführung buchen bei Hans Deinfelder unter Telefon 09434/2649 oder bei Albert Bauer unter 09434/744.
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