CSU-Kreischefin kritisiert Aussagen über Bärthlein scharf - ödp-Politik für Donhauser "verlogen"
Bei der Mitgliederversammlung des CSU-Ortsverbandes Stadt-Mitte am Mittwochabend im Casino widersprach Kreisvorsitzende Barbara Lanzinger vehement der in einem Leserbrief in der AZ aufgestellten Behauptung, CSU-Stadtrat Thomas Bärthlein habe gegenüber Mitgliedern der Bürgerinitiative Fuchsstein geäußert, denen solle man ein Atomkraftwerk vor die Nase stellen (siehe auch Seite 17).
Lanzinger wurde ziemlich energisch in diesem Punkt und meinte, der Leserbrief-Schreiber Anton Schinhammer gehöre zur "Sippe Ebenburger", die mit ihrer "Diskriminierung und Polemik" der gesamten Politik und Demokratie schade.
Bei der Versammlung stellten sich auch die CSU-Kandidaten für den Bezirkstag, Monika Breunig und Peter Braun, kurz vor und betonten, dass sie ihre Erfahrung aus der Kommunalpolitik in den Bezirkstag einbringen wollen. So stehe der Bezirk für viele Menschen in der Verantwortung, denen das Leben nicht die glückliche Seite gezeigt habe und dafür lohne sich der Einsatz doppelt.
Von (gfr) |
05.09.2008
| Netzcode: 1522946
Amberg
Lanzinger geißelt "Sippe Ebenburger"
CSU-Kreischefin kritisiert Aussagen über Bärthlein scharf - ödp-Politik für Donhauser "verlogen"
Für MdL Heinz Donhauser befindet sich die CSU bereits "auf der Zielgeraden", aber 50 Prozent plus X seien noch nicht erreicht. Der Landtagsabgeordnete betonte, dass Bayern die niedrigsten Arbeitslosenzahlen und die beste Bildung habe. So würden die Absolventen der FH in Amberg und Weiden von der Industrie regelrecht "weggesaugt".
Heinz Donhauser stellte sich voll hinter die CSU-Forderung, die Pendlerpauschale wieder ab dem ersten Kilometer zu gewähren, da es ein Unterschied sein müsse, ob man zur Disco fährt oder zum Arbeitsplatz. Die Politik der ödp-Politiker bezeichnete der MdL als "verlogen", denn sie forderten einerseits den vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien, widersprächen dann aber in Amberg dem Bau einer Biogasanlage. Bayern habe den stärksten Energiemix mit einem zehnprozentigen Stromanteil aus erneuerbaren Energien, der in den nächsten zehn Jahren auf 20 Prozent erhöht werden soll.
Mit Fördermitteln der Bayerischen Staatsregierung werde 2009 die 130 Jahre alte städtische Wirtschaftsschule energetisch saniert und erhalte 600 Quadratmeter mehr Nutzfläche. Die Martinskirche und das Franziskanerkloster stehen laut MdL ebenfalls auf der Zuschussliste des Freistaates und mit Mitteln des Denkmalschutzes würden ferner die Baumaßnahmen am Landgericht und am Max-Reger-Gymnasium bedacht. Auch der nächste Bauabschnitt des Klinikums St. Marien werde durch die öffentliche Hand unterstützt; Donhauser nannte eine Größenordnung von rund 13 Millionen Euro. Für diesen Herbst kündigte der Abgeordnete darüber hinaus den Ausbaubeginn der B 85 zwischen Amberg und Schäflohe an. Er verteidigte in diesem Zusammenhang auch die geplanten Brücken, da sie im Gegensatz zu den vielfach geforderten Kreiseln den Verkehr flüssig halten würden.
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