Chamerau
Kübelweise Spott über Chamerau
Ehemaliger Bürgermeister wetterte gegen Ausländer und gab Tipps zum Bordellbesuch - Videos bei "TV total", Häme in Internet-Foren
CSU-Politiker Herold, der bei der Kommunalwahl 2002 mit 96,1 Prozent im Amt bestätigt wurde, tappte bereits im Juli 2007 in eine Falle des Schauspielers Christian Ulmen. Ulmen hatte sich damals als Countrysänger ausgegeben, der einen Werbefilm über Chamerau drehen wolle, und sich vom Bürgermeister den Ort zeigen lassen. Unter anderem schwadronierte der Rathauschef über die Frauen aus dem Dorf, gab Tipps für einen Bordell-Besuch in Tschechien und erklärte, dass Türken in dem Ort keine Wohnung vermietet bekämen. Für solche Fälle gäbe es eine Kasse, aus der leer stehende Wohnungen bezahlt würden.
Videosequenzen wurden nun beim Fernseh-Quotenschlager "TV total" gezeigt. Auch im Internet sind die Filme zu sehen. In Online-Foren schütten Internetnutzer ihren Spott über die Gemeinde aus. Herold trat bei der Wahl 2008 nicht mehr an. Sein Nachfolger Stefan Baumgartner (CSU) entschuldigte sich mit einem Brief bei den ausländischen Mitbürgern.
Die Videosequenzen im Internet:
www.ulmen.tv
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