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Die Agentur für Arbeit löst die Probleme der Hauptschule nicht
Kommentar von Albert Franz
Es steht nicht gut um die Hauptschule. Sie ist, auch wenn Bildungspolitiker und Lehrer das ungern hören, zur Restschule verkommen. Weniger als ein Fünftel der Schüler in der fünften Jahrgangsstufe besucht noch die Hauptschule. Wer es irgendwie schafft, versucht vorher den Absprung in Richtung Gymnasium oder Realschule.Damit ist die Hauptschule, mehr noch als früher, zum Brennpunkt der sozialen Probleme dieses Landes, zum Reparaturbetrieb geworden. Auf ihr wird abgeladen, was schief läuft im Lande. Migrantenkinder, bei denen die Integration gescheitert ist, bildungsferne Hartz-IV-Milieus, aber auch Erziehungsdefizite auf Elternseite.
Entsprechend vernichtend ist die Leistungsbilanz der Hauptschule. Ein Achtel der Abgänger schafft es nicht zu einem Abschluss. 40 Prozent der Abgänger haben auch zweieinhalb Jahre, nachdem sie die Schule verlassen haben, noch keine Ausbildungsstelle gefunden. So steht es im Bildungsbericht der Bundesregierung - und den sollten zumindest die Politiker, wenn schon nicht die Hauptschüler lesen können.
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