Zum Bericht "Die Oberpfalz verliert ihr Gesicht" in der NT-Ausgabe vom 29. August.
Es verwundert schon, wie heftig sowohl die BI als auch der Vohenstraußer Bürgermeister sich gegen die Windenergie in unserer Heimat stark machen. Und beide kommen jetzt auf den Punkt, worum es ihnen bei dem Widerstand eigentlich geht: um Geld.
Da ist was Wahres dran: Es geht um's Geld der E.ON und der vier anderen Strom-Multis. Die Windenergie kann - im Verbund mit anderen erneuerbaren Energien - tatsächlich den Strom-Multis gefährlich werden: Erstens ist es möglich, genug Strom alternativ zu erzeugen und zweitens würde das Geld für diesen Strom in der Region bleiben - sofern sich Kommunen und Privatinvestoren daran beteiligen.
Da geht es wirklich um Milliarden und zwar um die Milliarden, die die Großkonzerne uns täglich absaugen. In der Argumentation der BI und des Vohenstraußer Bürgermeisters klingen so sehr die gleichen Glocken wie bei den Strom-Multis.
03.09.2008
| Netzcode: 1521289
Briefe an die redaktion
Windenergie ist ein Teil der Möglichkeit, die Energiewende einzuleiten. Wenn es in 20 Jahren Besseres gibt, sind sie leichter wieder abbaubar als jedes Kraftwerk. Aber die selbst ernannten "Umweltschützer" wollen, dass nur andere den Preis für unseren Strom bezahlen: Nieder-/Oberbayern und Franken mit den Atom- und fossilen Kraftwerken. Die sieht man von der nördlichen Oberpfalz aus nicht. Da "verliert die Oberpfalz ihr Gesicht" natürlich nicht.
Das ist egoistisch und unverantwortlich. Die nördliche Oberpfalz wird in der bundesdeutschen Öffentlichkeit bald den Ruf haben, den anderen die Zeche zahlen und den Dreck zu lassen und sich vor einer Wende in der Energie vehement zu verschließen.
Ich habe nicht den Eindruck, dass es den Windkraft-Gegnern um Schutz und Entwicklung der nördlichen Oberpfalz geht. Es wird Zeit, dass sich auch die zusammentun, die sich darüber freuen, dass den Strom-Multis die Stirn geboten wird und dies ausdrücklich begrüßen. Dass auch diejenigen sich melden, die in der Energieproblematik über den eigenen Tellerrand hinaussehen, denn nur so ist eine Lösung möglich.
03.09.2008
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Briefe an die redaktion
Dazu braucht es keine eigene BI für Windkraft. Es reicht, bei der Wahl Ende September das Kreuz bei denen zu machen, die für eine hundertprozentige Energiewende jetzt sind und sich so einzig berechtigt Ökologen nennen dürfen.
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