Polizei-Tipps gegen Einbruch - Das ganze Jahr "Saison"
AMBERG. Sind alle Wasserhähne zu, alle Elektrogeräte ausgeschaltet, die Haustür auch wirklich abgesperrt? Mit solchen quälenden Fragen beginnt für viele die Fahrt in den Urlaub. Doch der Alptraum in den Ferien ist ein Einbruch. Die OWZ wollte wissen, wie berechtigt diese Sorge ist und wie man sich gegen Einbrecher schützen kann. Peter Schmid, Erster Kriminalhauptkommissar bei der Polizeidirektion Amberg, gibt Auskunft.
"Eingebrochen wird das ganze Jahr über", sagt er. Eine Häufung in der Urlaubszeit kann die Polizei nicht feststellen. Ein leer stehendes Haus ist aber natürlich grundsätzlich für den Einbrecher ideal. "Die Wohnung sollte deshalb keinen verlassenen Eindruck machen." Am besten wäre es, wenn die Nachbarn morgens und abends die Rollläden öffnen und schließen, als ob jemand zu Hause wäre. Auf jeden Fall sollte jemand täglich den Briefkasten leeren. Denn ein überquellender Briefkasten ist eine eindeutige Einladung an jeden Einbrecher.
Der kommt übrigens heute auch nicht mehr typischerweise mit der Taschenlampe des nächtens daher geschlichen. "Das ist ein riesengroßer Irrtum", warnt Peter Schmid. "Kritisch ist vielmehr die Dämmerung." Da fällt es nicht so auf, wenn jemand ums Haus schleicht, und wenn die Familie plaudernd beim Abendessen sitzt, kann das für den Einbrecher günstiger sein, als wenn alle schlafen und beim geringsten Geräusch aufwachen.
28.08.2008
| Netzcode: 1514597
Gelegenheit macht Diebe
Polizei-Tipps gegen Einbruch - Das ganze Jahr "Saison"
Grundsätzlich muss man heute aber zu jeder Tages- und Nachtzeit mit einem Einbruch rechnen. Gerade die scheinbare Sicherheit "am helllichten Tag", die vielleicht noch aus jenen "dunklen" Zeiten stammt, als es kein elektrisches Licht gab, verführt heute oft zu Leichtsinn. Die besten Einbruchssicherungen nützen nichts, wenn die Haustür sperrangelweit offen steht, während die Bewohner mit dem Gießen des Gartens auf der Hausrückseite beschäftigt sind.
Aber auch eine geschlossene Haustür ist kein ernsthaftes Hindernis, wenn sie nicht abgesperrt ist: "Auch wenn man das Haus nur kurz verlässt, immer absperren", fordert deshalb Peter Schmid. Was viele nicht wissen: Auch ein gekipptes Fenster ist für den Einbrecher fast so einladend wie eine offene Tür.
Bauseitig sollte jedes Haus heute mit einbruchshemmenden Fensterbeschlägen, Sicherungen gegen Herausheben der Gitterroste an Kellerfenstern und gegen Hochheben gesicherten Roll-Läden ausgestattet sein. Längst Standard sollten Haustürbeschläge sein, die gegen Aufbohren gesichert sind.
28.08.2008
| Netzcode: 1514597
Gelegenheit macht Diebe
Polizei-Tipps gegen Einbruch - Das ganze Jahr "Saison"
Eine "einbruchssichere" Wohnung wird es zwar nie geben. Aber darum geht es auch nicht, sondern um "Einbruchshemmung". Der Einbrecher will schnell an das Diebesgut kommen und nicht langwierige Tüftelarbeiten an aufwendig gesicherten Fenstern und Türen durchführen. Wenn er nicht in wenigen Minuten "drin" ist, gibt er normalerweise auf und versucht es eben beim nächsten Haus, weiß die Polizei: "Wir haben viele Einbruchsversuche."
Dabei muss man wieder unterscheiden zwischen organisierten Banden, die gezielt auf Diebestour gehen und ihre Opfer oft auch vorher ausspionieren, und Gelegenheits-Einbrechern. Wenn man einen teuren Rembrandt im Wohnzimmer hängen hat, dann lohnt sich für eine Bande eben auch mal ein professionell durchgeführter Einbruch mit entsprechendem Aufwand.
Prinzipiell ist aber jedes Haus im Visier der Einbrecher. Peter Schmid erinnert an die alte Volksweisheit "Gelegenheit macht Diebe". Wenn ein Junkie schnell 100 Euro braucht, um neuen Stoff zu besorgen, wird er in jedes offene Fenster steigen, um an Geld zu kommen. Geld ist natürlich das begehrteste Diebesgut. Alle gestohlenen Waren müssen schließlich erst mühsam verhökert werden. Am leichtesten geht das noch bei Schmuck. "Grundsätzlich alles, was sich versilbern lässt", ist aber für Einbrecher interessant, weiß Peter Schmid. Das kann auch das Notebook sein oder eine Antiquität.
28.08.2008
| Netzcode: 1514597
Gelegenheit macht Diebe
Polizei-Tipps gegen Einbruch - Das ganze Jahr "Saison"
Deshalb kann man auch eine Art passiven Einbruchschutz betreiben, indem man einfach nicht viele Wertsachen im Haus aufbewahrt und wenn, dann in einem Tresor. Für die Dagobert Ducks unter den Lesern ist dieser Tipp interessant: "Ein Verzeichnis der Wertgegenstände und Fotos davon helfen bei der Aufklärung", weiß der erfahrene Kriminaler. Schließlich hilft es nichts, wenn irgendwo auf der Welt ein teueres Schmuckstück bei einem Hehler entdeckt wird, aber niemand weiß, wem es gehört. Mehr Tipps auch im Internet unter www.polizei-beratung.de.Harald Mohr
Der Gastro-Guide des Medienhauses "Der neue Tag" bittet "Zu Tisch!"
Zu einer Entdeckungsreise durch die Oberpfälzer Gastronomie lädt der Gastro-Führer "Zu Tisch!" des Medienhauses "Der neue Tag" ein. Als "kulinarischen Kompass" lobte NT-Gesamtverkaufsleiter Rainer
mehr...
Schauspieler Jan Burdinski stellt Nobelpreisträger vor
In der literarischen Reihe des Evangelischen Bildungswerkes stellt der bekannte Schauspieler und Theaterregisseur Jan Burdinski ("Theatersommer Fränkische Schweiz") auf heitere und besinnliche
mehr...
WEIDEN. Das Amt für Kultur, Stadtgeschichte und Tourismus präsentiert begleitend zum Christkindlmarkt wieder die Adventskonzerte auf der Treppe des Alten Rathauses. Eröffnet wird die
mehr...
WEIDEN. Deborah Sasson und Axel Olzinger singen die Hauptrollen in dem Musical "Das Phantom der Oper", das am 20. Januar um 20 Uhr in der Max-Reger-Halle aufgeführt wird. Die Geschichte des
mehr...