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Der russische Bär kämpft wieder um sein Revier
Kommentar von Albert Franz
Da ist er wieder, der russische Bär. Ganz Großmacht, die ihre Einflusssphären sichert, notfalls mit Waffengewalt. Die noch zusehen musste, wie die baltischen Staaten und der Balkan sich von Moskau lossagten. Die aber nicht zusehen will, wie ein einstiger Vasall nach dem anderen Zuflucht bei der EU oder der Nato sucht.Georgien mit seinen abtrünnigen Provinzen Südossetien und Abchasien ist dabei erst der Anfang. Die zerrissene Ukraine, hier der pro-europäische Westen des Landes, dort der überwiegend pro-russische Osten, könnte bald ein ähnliches Schicksal ereilen.
Was tut Europa? Es pocht auf die territoriale Integrität Georgiens und auf das Völkerrecht. Allerdings ohne große Aussicht auf Erfolg. Das russische Führungsduo Putin-Medwedew verspürt nur noch wenig Neigung, dem erhobenen Zeigefinger des Westens zu gehorchen. Moskau schafft Tatsachen, schlägt Pflöcke ein. Bis hierher und nicht weiter. Russland, der Rohstoffgigant, militärisch immer noch potent und politisch zu allem entschlossen, kann nicht länger zusehen, wie sein Machtbereich ausfranst, wie sich EU und Nato ausbreiten, wie die USA mit der Stationierung ihres Raketenabwehrsystems Polen und Tschechien an sich binden.
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