23.07.2008  | Netzcode: 1471318
Amberg

NS-Schmierereien und Zerstörung

Rechtsradikale Symbole auf Wänden und Bänken in Altstadt - Stadtmauer demoliert

In den vergangenen Tagen sind die kommunalen Grünanlagenkontrolleure im Altstadtbereich mehrfach auf Fälle von Vandalismus und nationalsozialistischen Schmierereien aufmerksam geworden.

Was besonders unangenehm dabei auffällt, ist nach Auskunft von Rathaus-Pressesprecherin Susanne Schwab, "die Tatsache, dass verschiedene Objekte ganz gezielt unter Einsatz von Schablonen mit rechtsradikalen Symbolen und Sprüchen besprüht worden sind". Betroffen seien mehrere Standorte in den öffentlichen Grünanlagen rund um die Altstadt: Parkbänke, Abfallbehälter, Mauern und andere Dinge wurden verunziert.

Außerdem sind laut Schwab bei den Stadtmauerbastionen Natursteine und Ziegel herausgerissen und auf den Boden oder in den Stadtgraben geworfen worden. Die ersten Beschädigungen und Schmierereien wurden bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag begangen. Allein hier wird der Schaden auf rund 500 Euro geschätzt. Am Wochenende sind dann an verschiedenen Stellen nochmals weitere Fälle dieser Art passiert, informiert die Pressesprecherin, das Baureferat hat bereits Anzeige gegen die unbekannten Täter erstattet.

Bürger, die sachdienliche Hinweise geben können, sollen sich unter den Telefonnummern 10 476 oder 10 414 direkt beim Sachgebiet Grün im Bauamt melden.


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Wolfgang Herold (84.146.x.x)  |  23.07.2008 11:44 Uhr

Ist der Vandalismus echtes Anliegen, reichen Presseerklärungen und oberflächlich erscheinende Bitten um sachdienliche Hinweise an die Bevölkerung nicht aus. Obligate Tätigkeitsnachweise, wie Anzeige gegen Unbekannt, führen regelmäßig zur Einstellung des Verfahrens, weil Täter auf diese Weise nicht ermittelt werden. Solche Verfahren haben Alibifunktion, schrecken Täter nicht ab. Sie werden meist wegen nicht ermittelten Tätern oder Geringfügigkeit eingestellt. Schadenersatz bleibt Utopie, so lange Mittellose nicht zur Abarbeitung oder unterhaltpflichtige Angehörige zur Zahlung in die Pflicht genommen werden. Der behördliche Erfindungsreichtum und die Hartnäckigkeit bei Aufspüren und Verfolgung geringfügiger Verkehrsvergehen sollten auf den Vandalismus projiziert werden.


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