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Kneifen
Kommentar von Jürgen Umlauft
gilt nicht
Der Ministerpräsident ziert sich. Er weiß noch nicht, ob er in ein Fernsehduell mit seinem SPD-Herausforderer Franz Maget gehen soll. Was spricht eigentlich dagegen? Bestimmt nicht das von Beckstein vorgetragene Argument, er wisse ja gar nicht, ob Maget nur für sich spreche oder für alle potenziellen Mitglieder der vom ihm propagierten Mehrparteien-Koalition gegen die CSU. Diese Bedenken sind nur vorgeschoben. Als Edmund Stoiber 2002 als Kanzlerkandidat der Union mit Amtsinhaber Gerhard Schröder im TV-Studio saß, hat auch niemand danach gefragt, ob er dazu auch das Mandat der FDP habe.
Beckstein zweifelt aus anderen Gründen. Er will den im Vergleich zu ihm immer noch relativ unbekannten SPD-Spitzenmann nicht das Podium vor einem Millionenpublikum geben, und er weiß darum, dass es Amtsinhaber in solchen Duellen immer schwerer haben. Zudem kommt Maget auch im Fernsehen durchaus sympathisch daher, und er ist Beckstein rhetorisch überlegen. Beckstein sagt, sein Regierungsprogramm sei dem Magets "turmhoch" überlegen. Wenn das stimmt, hat er nichts zu befürchten. Beckstein wäre also gut beraten, in das in den Demokratien dieser Welt inzwischen fast überall übliche Duell einzuwilligen. Alles andere sähe nach Kneifen aus.
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