Königstein
"Einmalig für unseren Raum"
Renaissance-Malereien in der St.-Georgs-Kirche lange Zeit unter Putz verborgen
Königstein. (wku) Königstein ist schon seit altersher ein aufstrebender Markt. Die Verleihung des Marktrechtes vor 650 Jahren war nur einer der Gründe für die wirtschaftliche Blüte des Ortes. Dazu war das Schloss Königstein lange Zeit die Residenz des reichen Breitensteiner Rittergeschlechts und der Herzöge von Sulzbach. Daher gibt es auch im Markt einige Überreste aus diesen bedeutenden Zeitepochen zu entdecken.
Diese besteht aus feinem Rankenwerk mit Blumen und Vasen. An den Rippen des Gewölbes sind vier Engel mit verschiedenen Leidenswerkzeugen zu sehen. In der Mitte bildet das Haupt Christi den Schlussstein. Die Sakristei ist deshalb so schön verziert, weil der Raum ursprünglich der Altarraum der früheren Kirche war, bis 1785 eine neue erbaut wurde.
Pfarrerin Heidi Kurz wandte sich an einen Spezialisten, nämlich Kreisheimatpfleger Mathias Conrad, und bat ihn, sich dieses Kunstwerk anzusehen. Er war sehr angenehm überrascht von dem Fund und kam zu dem Ergebnis, dass dieses gotische Gewölbe in der Zeit von 1570 bis 1590 bemalt wurde, also in einer Zeit, in der die St.-Georgs-Kirche bereits evangelisch war.
"Diese Renaissance-Malereien sind einmalig für unseren Raum," so der Kreisheimatpfleger. Sie sind fast nicht bekannt, da sie erst bei der Renovierung in den 60er Jahren freigelegt und teilweise nachgemalt wurden. Leider ist die Sakristei der Kirche nicht öffentlich zugänglich und nur nach den Gottesdiensten zu besichtigen.
Kommentare
Ihre Kommentare werden veröffentlicht in Kooperation mit der best webnews GmbH, Köln.
Heute
Gestern

versenden
drucken
Leserbrief
kommentieren
