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Von (cv)  |  23.07.2008  | Netzcode: 1471139
Schwarzenfeld

Bürgerinitiative und Politiker in einem Boot

Nachtfahrverbot Erleichterung für Schwarzenfeld - Wirkt sich die komfortable Staatsstraße 2151 negativ auf den Markt aus?

Schwarzenfeld. (cv) "Es war unerträglich", fasst Siegfried Nußhart, Sprecher der Bürgerinitiative gegen den Schwerlastverkehr, zusammen. "Bei täglich 2500 Lastwagen haben wir im Auto durch den Ort 20 Minuten gebraucht". Die BI zählt die Tage bis zur Freigabe der Autobahn A6, gibt aber auch zu bedenken, dass die mit Umgehungen komfortabel ausgebaute Staatsstraße 2151 Verkehr aus dem Raum Waldmünchen in den Markt ziehen könnte.

In einer Gesprächsrunde mit Bundestagsabgeordneten Klaus Hofbauer (CSU), den Bürgermeistern Manfred Rodde (Schwarzenfeld) und Hans Schrott (Fensterbach) fassten Vertreter der Bürgerinitiative nochmals die Entwicklung der Verkehrssituation in den Gemeinden Schwarzenfeld und Fensterbach zusammen.

Im Jahr 2005 wurde die A6-Ortsumgehung Wernberg frei gegeben. Schon kurz darauf trat ein, was schon viele befürchtet hatten: Der Transitverkehr, der in den auf 7,5 Tonnen beschränkten Ortsdurchfahrten Wernberg, Hirschau und Schnaittenbach außen vor bleiben musste, suchte sich über die A 93 den Weg durch Schwarzenfeld, Dürnsricht und Knölling nach Amberg.

Zwei Demos



So konnte es laut BI-Sprecher Siegfried Nußhart nicht weiter gehen. Die zehnköpfige Bürgerinitiative gegen den Schwerlastverkehr wurde ins Leben gerufen. Die Bürger waren entnervt, Geschäftsleute klagten über 50 Prozent Umsatzeinbuße. 1350 Unterschriften wurden gesammelt und dem Landrat übergeben. Die Forderung der BI: Die Verkehrslast zu gleichen Teilen auf die Staatsstraße 2151, die B 85 und die B 14 verteilen. Es folgte eine Demo mit 500 Teilnehmern in Schwarzenfeld. "So was hat es hier noch nie gegeben", betonte Nußhart. Schon eine Woche vorher standen die Brummis bei einer Protestaktion in Dürnsricht.

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