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Waldthurn
Bauern klagen über Hungerlöhne
Nicht nur die Milchviehhalter, auch die Schweinezüchter brauchen höhere Preise
Waldthurn. (jb) Die tierische Erzeugung befindet sich in einer schwierigen Situation. Wegen der stark gestiegenen Energie- und Futtermittelkosten und der Erzeugerpreise auf niedrigem Niveau bleibt die Lage angespannt. Mit einer Plakataktion will jetzt der Bauernverband darauf aufmerksam machen.
Kein BSE-Fall mehr
Laut Schieder schlagen die heimischen Ferkelerzeuger Alarm. "Enorme Steigerungskosten, vor allem bei Futter und Energie, treiben die Tierhalter in den finanziellen Ruin." Die politischen Rahmenbedingungen seien ungenügend. Der BSE-Test sollte abgeschafft werden, da 2007 in ganz Bayern keine Fälle mehr aufgetreten seien. Tiermehl sollte für Schweine wieder freigegeben werden, da eiweißreiches Futter nicht anspreche.
Wolfgang Grötsch stellte seinen Betrieb mit 24 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche und mit durchschnittlich 90 Zuchtsauen vor und zeigte auf, dass die Betriebsmittelkosten von Juni 2006 bis Juni 2008 bei Mischfutter um 47 Prozent, bei Futtergetreide und Dünger je um 100 Prozent, bei Strom um 19 Prozent und bei Diesel um 26 Prozent gestiegen seien. Lediglich der Preis für ein Ferkel sei in diesem Zeitraum von 61 Euro auf 47 Euro gefallen. "Bei einem Lohnansatz von 15 Euro müsste ein Ferkel nun mindestens 70 Euro kosten", führte Grötsch auf.
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